Meine verrückte Mitbewohnerin – ein Intermezzo der besonderen Art…
Montag, Januar 18th, 2010
„Ich wusste es! Sie ist wirklich crazy und hat eine bipolare Persönlichkeitsstörung. Und schluckt noch Valium und Amphetamine.“ Ich verstand nur Bahnhof. Doch meine Kollegin Adriana ist angehende Ärztin, sie muss es wissen. „Ich gehe gleich zum Hausmeister, damit er das Schloss austauscht.“, verkündete sie.
Machen wir eine kurze Rückblende. Seit ich in New York bin, lebe ich zur Untermiete mit Medizinstudenten. Das ist praktisch, weil ich mich mit meinen 2 Koffern Gepäck schon ins gemachte Nest legen kann – ich muss mir keine Möbel und Haushaltsutensilien anschaffen.
Aktuell bin ich in einer Wohngemeinschaft dreier Medizinstudentinnen, die im letzten Studienjahr sind. Die Ladies sind dauernd unterwegs und bewerben sich querbeet in den USA um einen Platz zum Praktizieren, meist bin ich allein und kann in aller Ruhe meine Projekte vorwärtspeitschen. So habe ich anfangs Dezember 2009 das Zimmer von Carolina übernommen, während Adriana für die Vermietung ihres Domizils Lynette ausgewählt hat. Falsch gewählt.
Ich habe Lynette bei meinem Einzug getroffen und wir haben ein bisschen Small Talk gemacht. Nicht unsympathisch, vielleicht etwas nervös und fahrig. Dann war sie auch schon wieder weg – auf dem Weg nach Miami. Das war das Letzte was ich von ihr gehört habe. Ein paar Tage später meldete sich Adriana, ich sollte ihr doch Bescheid geben, wenn ihre Untermieterin wieder im Haus sei – sie habe immer noch den Wohnungsschlüssel, noch keine Miete bezahlt und reagiere auch nicht auf Anrufe und Emails. Und vom Vormieter hätte sie einen Spiegel geklaut.
Lynette tauchte nicht wieder auf, hinterließ uns aber ein Schlachtfeld in ihren Zimmer, ein Set an brandneuen Lautsprechern, weitere Elektronikartikel sowie eine Schimmelkultur im Kühlschrank. Nun ist das Zimmer wieder in bester Ordnung und wartet auf den nächsten Besucher – dieses Mal geht alles glatt, mein Bruderherz macht seine Aufwartung. Und den geklauten Spiegel werden wir auch wieder dem rechtmäßigen Besitzer übergeben.
P.S.: Ich liebe meine Aussicht
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Fast alle dürfen mitmachen. Finden Sie heraus, ob Sie an der GreenCard Lotterie der USA teilnehmen dürfen. Unser Teilnahmecheck gibt Ihnen in wenigen Schritten Gewissheit.







Mein Name ist Reto Stuber, ich bin 1978 in der Schweiz geboren und lebe heute in New York. Ich hatte das große Glück, eine Greencard zu gewinnen und bin dadurch meinen "American Dream" auf die Spur gekommen. Mein Motto lautet: „Destiny is not a matter of chance, it is a thing to be achieved.“ –
„Das Schicksal ist nicht eine Sache des Zufalls, es ist eine Sache, die erreicht werden kann.“
William Jennings Bryan (1860-1925)
