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Posts Tagged ‘NYC’

Dinner in der New Yorker U-Bahn

Montag, Juli 25th, 2011

Flashmobs mit tausenden Teilnehmern, Dinner in der Luft, Heirat in luftigen Höhen: Wir sind schon fast an Außergewöhnliches gewöhnt. Aber DAS hatte wohl keiner der 12 Menschen erwartet, als sie in die U-Bahn an der Station 14th Street/Eighth Avenue einstiegen.

Binnen Minuten verwandelte sich der Waggon in einen Speisewagen. Tische wurden aufgestellt und feines Silberbesteck aufgedeckt.

Am Morgen erhielten die Gäste eine E-Mail mit Instruktionen: Geht zur Ecke 8th Avenue/14th Street. Dort wartet eine große, schlanke Frau mit rabenschwarzem Haar und einem Regenschirm in der Hand. Stellt euch vor. Michele ist eine entzückende Dame, aber verraten über das anstehende Abenteuer würde sie nichts.

Eine halbe Stunde lang genossen die Gäste Kaviar, Stopfleber und Filet Mignon und als Dessert eine mit Goldblatt verzierte Schokoladen- Panna Cotta-Pyramide. Das sechs Gänge-Menü wurde von mehreren Supper Clubs organisiert. Kellner schenkten Wasser ein, der maître d’hôtel stabilisierte die Tische der Gäste. Er gab sich nur mit den Initialen C.K. zu erkennen.

Castaño und Michael J. Cirino des Supper Clubs „A Razor, A Shiny Knife“ stiegen beim nächsten Stopp hinzu. Die Hauptorganisatoren servierten den ersten Gang. Paul Smith, Professor an der City University of New York, zeigte sich begeistert: „Das Essen war fantastisch.”

Nur die Metropolitan Transportation Authority war von dem Ereignis nicht begeistert: „U-Bahnen sind zum Fahren, nicht zum Halten von Partys da.“, äußerte sich ein Sprecher später.

Veranstaltern wie Gästen gefiel das NYC Dining Car – und wer weiß, vielleicht rollt bald wieder ein Waggon mit Gästen durch die Stadt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

“NY is a shithole!” – Gedanken zum Melting Pot Phänomen

Donnerstag, August 19th, 2010

New York ist der vielbesagte “Melting Pot”, der Schmelztiegel, da habe ich keine Zweifel. Doch gibt es immer noch die Nachbarschaften, wo man unter sich ist – seien es die Mexikaner, Chinesen, Juden, Puerto Ricaner, Dominikaner, … alle Details dazu hier.

Nicht umsonst spricht man von Chinatown, Littla Italy, Koreatown etc. Auch bestimmte Berufsgattungen werden mit Nationalitäten assoziert, so sind viele Coiffeure Russen, oder die Reinigungsinstitute sind in der Hand der Chinesen, genauso wie die Nagelstudios oft durch Asiaten betrieben werden.

Wenn ich meinen jetzigen Bekanntenkreis anschaue sind darin verschiedenste Ethnien und Herkünfte vereint, die wenigsten sind “echte” New Yorker und in New York aufgewachsen. Diese Diversität erfordert Toleranz, denn ohne diese wäre es nicht möglich hier zu leben.

Sie ermöglicht aber auch, dass jeder irgendwo seinen Platz findet. Wenn Frank Sinatra trällert “If you can make it here, you can make it everywhere” kann ich nicht übereinstimmen. Jeder passt irgendwie und irgendwo dazu. Es ist einfacher, sich als Neuankömmling in New York zu integrieren als beispielsweise in Zürich.

Leute kommen und gehen in New York, jeden Tag. Es scheint mir, dass alle die richtigen Kontakte haben und kurz vor dem (lang ersehnten) Durchbruch stehen. Die Möglichkeiten, hier etwas auf die Beine zu stellen, sind vielfältig – und die Menschen sind offen und bieten einem ein “Window of opportunity”. Doch dieses Fenster ist nicht ewig offen, denn jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und verfolgt dieses Mantra zielstrebig, mehr oder oftmals weniger erfolgreich. Aber die Träume sind gross.

New York ist vielfältig. Oberflächlich, tiefgründig. Jemand sagte mir kürzlich: “Who want’s to live here? It’s a shit hole, the filthiest place on earth.” Nope, it is what you think it is.



evden eve nakliyat evden eve nakliyat is plani ornegi