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Erholung beim Zahnarztbesuch

Sonntag, März 28th, 2010

Alle Jahre wieder steht der Besuch beim Onkel Zahnarzt an. In Amerika läuft das ein bisschen anders ab als in der Schweiz – wie ich am eigenen Leib erfuhr. Im Wartezimmer hingen vier TV-Geräte, welche Nachrichten, Sport und Talkshows übertrugen. Als erstes reichte mir das Fräulein einen Laptop, wo ich mich registrierte und etwa 15 Seiten an Fragen zu meinem Gesundheitszustand beantwortete. Nicht zu vergessen eine Handvoll Unterschriften zu allen möglichen Bedingungen. Das wurde alles in den Computer übertragen, und ich war „good to go“.

Ich wurde in die hinteren Räume geleitet, wo der Assistent neue Röntgenbilder und Fotos von meinem Gebiss machte. Diese wurden von der Chefin vom Dienst am Monitor im Detail untersucht. Danach wurden meine Beisserchen herausgeputzt, und ich war entlassen.

Meine neu adoptierte Zahnärztin meinte aber, dass man bei den Weisheitszähnen die Versiegelung erneuern sollte. Ich vereinbarte in der folgenden Woche einen neuen Termin.

Ich machte es mir auf dem Zahnarztstuhl gemütlich. Ob ich eine Massage wolle, fragte es von hinten. Ich bejahte verdutzt, und schon stapfte es sanft in meinem Rücken – der Stuhl hatte eine eingebaute Massagefunktion!

Der Assistent legte rhythmische portugiesische Musik am Computer auf, und ich konnte am Monitor die Titelliste live verfolgen. Das war der angenehme Part, es fühlte sich fast an wie die Einstimmung auf Erholung in einem Spa.

Das hohe Surren der Bohrmaschine holte mich aber rasch in die Realität zurück und trübte die Idylle. Nach einer guten Stunde war der Spuk vorbei. Der Schaden belief sich 2000 Dollar und ein paar Zerquetschte – endlich mal ein Stundenlohn, der sich sehen lassen kann!

Museen in New York – diese müssen Sie gesehen haben (Teil 4): Insider Tipps für Kunstinteressierte

Dienstag, Februar 2nd, 2010

Die folgenden Tipps finden Sie in den wenigsten Reiseführern. Gehen Sie abseits der ausgetretenten Touristenpfade auf Entdeckungsreise, es lohnt sich!

International Center of Photography

http://www.icp.org/

Was es ist:

Das International Center of Photography zeigt in seinem Museum eine permanente Ausstellung mit über 100.000 Fotografien. Sie stammen aus nahezu dem gesamten 20. Jahrhundert und bieten einen Einblick in die Geschichte der Menschen, aber auch der Fotografie selbst.

Was es kostet:

Erwachsene: 12$

Studenten: 8$

Senioren: 8$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das International Center of Photography beinhaltet neben dem Museum auch eine Schule für Fotografie.

NYCInternationalPhotography

“NYC’s Int’l Center of Photography; no photos” von Global Jet unter der CC Lizenz

Cooper-Hewitt National Design Museum

http://www.cooperhewitt.org/

Was es ist:

Das 1998 eröffnete Cooper-Hewitt Museum zeigt Design verschiedener Materialien aus verschiedenen Epochen. Dabei beinhaltet die Ausstellung sowohl Zeichnungen als auch Textilien oder Tapeten.

Was es kostet:

Erwachsene: 10$

Studenten: 5$

Senioren: 5$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 75$ an. Mitglieder erhalten freien Eintritt und weitere Vergünstigungen.

Cooper-Hewitt National Design Museum

“Feltri Chair by Gaetano Pesce for Cassina” von smowblog unter der CC Lizenz

Graffiti Heaven

Was es ist:

Graffiti Heaven ist eigentlich kein Museum im herkömmlichen Sinne. Es handelt sich dabei nämlich um eine Reihe von Häuserwänden, die mit jeder Menge Graffitis zu wahren Kunstwerken verschönert wurden.

Was es kostet:

Kein Eintritt.

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Wer sich für Straßenkunst interessiert, wird mit Graffiti Heaven sein New Yorker-Highlight erleben. Auf dieser Webseite gibt es dazu eine Vielzahl Fotos.

Dia Beacon

http://www.diabeacon.org/

Was es ist:

Das Dia Beacon Museum zeigt verschiedene Ausstellungen moderner Kunst. Es wurde 2003 von der Dia Art Foundation gegründet und eröffnet.

Was es kostet:

Erwachsene: 10$

Studenten: 7$

Senioren ab 65: 7$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 50$ an. Mitglieder erhalten freien Eintritt und weitere Vergünstigungen. Das Museum liegt außerhalb der Innenstadt.

DiaBeacon

“flavin @ dia beacon” von ebmorse unter der CC Lizenz

Storm King

http://www.stormking.org/

Was es ist:

Das Storm King Art Center versucht, die Verbindung von Skulpturen und Natur zu zeigen. Auf einer riesigen, freien Fläche sind zahlreiche moderne Skulpturen ausgestellt. Besonders Wert wird auf die verschiedenen Lichteffekte zu verschiedenen Tageszeiten gelegt, sodass sich auch ein mehrfacher Besuch lohnen kann.

Was es kostet:

Erwachsene: 10$

Studenten: 9$

Senioren ab 65: 9$

Kinder bis 5: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft ab 35$ an. Mitglieder erhalten freien Eintritt und weitere Vergünstigungen. Das Museum liegt außerhalb der Innenstadt.

StormKing

“storm king” von ebmorse unter der CC Lizenz

Museen in New York – diese müssen Sie gesehen haben (Teil 3): die andere Kunst

Sonntag, Januar 31st, 2010

Im Teil 1 der Serie habe ich die bekannten Kunstmuseen MOMA, MET und Guggenheim vorgestellt – doch gerade so reiz- und liebvoll unterhalten sind die folgenden weniger bekannten Venues!

P.S.1

http://ps1.org/

Was es ist:

P.S. 1 (Public School 1) zeigt jährlich um die 50 verschiedenen Ausstellungen. Dabei geht es um unterschiedliche Themen der Kunst. Das Museum existiert seit 1971, zu dieser Zeit war es jedoch noch ein Kunstinstitut.

Was es kostet:

Die Eintrittspreise sind auf freiwilliger Basis und lediglich ein Vorschlag des Museums.

Erwachsene: 5$

Studenten: 2$

Senioren ab 65: 2$

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum ist eine Außenstelle des MOMA. Dessen Mitgliedern wird ein freier Eintritt vorgeschlagen.

PS1

“whitehole of doom” von Diego Cupolo unter der CC Lizenz

Noguchi Museum

http://www.noguchi.org/

Was es ist:

Das 1985 eröffnete Noguchi Museum zeigt eine große Sammlung von verschiedenen Werken und Skulpturen Isamu Noguchis. Diese beinhaltet neben Stücken aus Holz oder Metall auch Fotografien.

Was es kostet:

Erwachsene: 10$

Studenten: 5$

Senioren ab 65: 5$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Gegenüber dem Museum befindet sich der Socrates Sculpture Parc.

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 75$ an. Mitglieder erhalten neben dem freien Eintritt auch weitere Vergünstigungen.

NoguchiSculpture

“dogbite” von aprilskiver unter der CC Lizenz

Whitney Museum of Art

http://www.whitney.org/

Was es ist:

Die Whitneys Sammlung umfasst rund 18.000 Kunststücke. Das Museum stellt viele dieser Werke aus. Bei den Stücken handelt es sich um Stilrichtungen und Kunsttypen aller Art. Von gemalten Bildern bis zu Skulpturen und Filmen.

Was es kostet:

Erwachsene: 18$

Studenten: 12$

Senioren ab 62: 12$

Jugendliche bis 25 12$

Kinder bis 18: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Freitags am Abend kann der Besucher selbst entscheiden, wie viel Eintritt er zahlen möchte.

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 75$ an. Mitglieder erhalten freien Eintritt und weiter Vergünstigungen.

WhitneyMuseum

“whitney museum” von mishmoshimoshi unter der CC Lizenz

Rubin Museum of Art

http://www.rmanyc.org/

Was es ist:

Das Rubin Art Museum zeigt Kunststücke aus dem Himalaja und den umliegenden Gebieten. Dabei handelt es sich um moderne, aber auch historische Werke. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Stockwerke.

Was es kostet:

Erwachsene: 10$

Studenten: 7$

Senioren: 7$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 55$ an. Mitglieder erhalten neben dem freien Eintritt weitere Vergünstigungen.

RubinMuseumOfArt

“IMG_2726″ von priceyeah unter der CC Lizenz

Museen in New York – diese müssen Sie gesehen haben (Teil 2): Gesellschaft

Freitag, Januar 29th, 2010

Nachdem wir im 1. Teil die bekannten Kunstmuseen in New York City betrachtet haben, geht es in diesem Teil um Museen, die sich der Gesellschaft und Historie widmen. Ausdrucken, mitnehmen und viel Spass beim Erkunden!

Natural Museum of American History

http://www.amnh.org/

Was es ist:

Das Natural Museum of American History stellt wissenschaftliche Stücke zur Naturgeschichte und modernen Naturwissenschaften aus. Von verschiedenen Tieren über physikalische Phänomene bis hinzu fremden Kulturen lässt sich hier einiges entdecken. Ob Dinosaurier oder Schmetterling: Das Museum möchte begeistern, vermitteln und bilden.

Was es kostet:

Erwachsene 16$

Studenten 12$

Senioren: 12$

Kinder: 9$

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Vielzahl an zusätzlichen, kostenpflichtigen Ausstellungen an.

Es wird eine Mitgliedschaft für 70$ (sowie alternative Tarife) angeboten. Mitglieder können kostenlos ins Museum und kommen in den Genuss weiterer Vorzüge.

MuesumOfNationalHistoryDinosaurSkeleton

“2008-04-05 04-06 New York 159 Museum of Natural History” von Allie Caulfield unter der CC Lizenz

National Museum of the American Indian

http://www.nmai.si.edu/

Was es ist:

Das National Museum of the American Indian hat mehrere Außenstellen in verschiedenen amerikanischen Städten. Gezeigt wird das Leben der amerikanischen Ureinwohner. Das New Yorker Museum wurde 1994 eröffnet und bietet wechselnde Ausstellungen.

Was es kostet:

Der Eintritt in das Museum ist frei.

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft ab 25$ an. Mitglieder erhalten unter anderem die museumseigene Zeitschrift im Abonnement.

TheAmericanIndianByFritzScholder

“Fritz Scholder” von dbking unter der CC Lizenz

Jewish Museum

http://www.thejewishmuseum.org/index.php

Was es ist:

Das Jewish Museum wurde 1904 gegründet und vermittelt Eindrücke und Wissen über das jüdische Leben, insbesondere in Amerika. Dazu werden Stücke aus der gesamten, 4000-jährigen Geschichte des Judentums ausgestellt. Es veranstaltet darüber hinaus regelmäßige Events wie etwa Filmfestivals.

Was es kostet:

Erwachsene: 12$

Studenten: 7,50$

Senioren ab 65: 10$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Samstags ist der Eintritt frei.

Das Jewish Museum bietet eine Mitgliedschaft für 75$ (verschiedene Tarife) an. Mitglieder erhalten kostenlosen Eintritt und weitere Vergünstigungen.

Earth Room

http://www.diaart.org/sites/main/earthroom

Was es ist:

Bei diesem Museum handelt es sich um die Earth Room-Skulptur des minimalistischen Künstlers Walter De Maria.

Was es kostet:

Der Eintritt in das Museum ist frei.

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Walter De Maria hat unter anderem auch in Deutschland gearbeitet.

Tenement Museum

http://www.tenement.org/

Was es ist:

Das Tenement Museum zeigt die Geschichte von Immigranten, die nach New York gekommen sind. Dabei geht es den Betreibern um die Vermittlung von Wissen, aber auch um Respekt und Toleranz. In geführten Touren lernen die Besucher das Leben der Einwanderer im 19. und frühen 20. Jahrhundert kennen.

Was es kostet:

Erwachsene: 20$

Studenten: 15$

Senioren ab 65: 15$

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 55$ an. Mitglieder erhalten kostenlosen Eintritt sowie einige Vergünstigungen.

Sex Museum

http://www.museumofsex.com/

Was es ist:

Das Sex Museum ist vergleichsweise jung und wurde erst 2002 eröffnet. Es bietet wechselnde Ausstellungen zum Thema Sex und Sexualität an. Dabei geht es in erster Linie um ästhetische, aber auch humorvolle Darstellungen, etwa in der Kunst.

Was es kostet:

Erwachsene: 14,50$ exklusive Steuern

Studenten: 13,50$ exklusive Steuern

Senioren ab 65: 13,50$ exklusive Steuern

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Der Eintritt ist erst ab 18 Jahren.

MuseumOfSex

“Sex Museum” von foxypar4 unter der CC Lizenz

Museen in New York – diese müssen Sie gesehen haben (Teil 1)

Montag, Januar 25th, 2010

Alle paar Wochen sind Bekannte (oder Bekannte von Bekannten) in New York, und ich freue mich stets auf bereichernde Gespräche und ein paar Schweizer Kartoffelchips, Honig oder – wer hätte das gedacht – Schokolade! Dies soll aber kein Wunschzettel an die kommende Besucherschaft werden, sondern vielmehr eine Hilfestellung!

Hilfe, es gibt so viel zu sehen – rennen wir los!

Kaum ist der Fuss auf den New Yorker Boden gesetzt, da geht sie auch schon los: die Rennerei von einer Attraktion zur nächsten. Und das aus gutem Grund, kompakt auf einem Haufen finden sich unzählige Museen und Kunstschauplätze jeder Couleur. Natürlich gibt es eine Handvoll weltbekannter Orte, die in jedem Reiseführer aufgelistet sind. Daneben finden sich aber auch unzählige versteckte, zum Teil ungeschliffene Diamanten.

So habe ich diese mal recherchiert um dem New Yorker Tourist eine Übersicht der Sehenswürdigkeiten zu bieten. In dieser Serie finden Sie die bekanntesten, schönsten, skurrilsten und geheimsten Museen in New York.

Der erste Teil der Museums-Serie widmet sich den bekanntesten Kunstmuseen in New York!

Museum of Modern Art MOMA

http://www.moma.org/

Was es ist:

Das MOMA ist das führende Museum für moderne Kunst in der Welt: 1929 gegründet umfasst es mittlerweile rund 150.000 Werke, beginnend ab 1880. Dabei gibt es sowohl traditionelle Medienformen wie Zeichnungen oder Gemälde als auch neue Formen wie Videos und Fotos. Die Ausstellung erstreckt sich dabei über fünf Stockwerke.

Was es kostet:

Erwachsene: 20$
Studenten: 12$
Senioren ab 65:16$
Kinder bis 16: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Regelmäßig gibt es Sonderausstellungen, die kostenpflichtig sind. Informationen dazu gibt es auf der Homepage. Dafür ist freitags zwischen 16 und 20 Uhr der Museumsbesuch für jeden Interessierten kostenfrei. Darüber hinaus bietet das MOMA eine Mitgliedschaft für 75$ (60$ oder 50$ ermäßigt) im Jahr an. Als Mitglied ist der Eintritt frei, zusätzlich gibt es regelmäßig spezielle Veranstaltungen und weitere Vergünstigungen.

Exterior Reflection MOMA Museum of Modern Art

“Exterior Reflection, MOMA, New York City” von Tony the Misfit unter der CC Lizenz

Guggenheim Musuem

http://www.guggenheim.org/

Was es ist:

1959 gegründet ist das Guggenheim-Museum nach seinem Gründungsvater Salomon Guggenheim benannt. Dieser hatte privat Kunstobjekte gesammelt und wollte sie nun der Öffentlichkeit im großen Stil zugänglich machen. Durch Schenkungen und Ankäufe beinhaltet das Museum mittlerweile eine Reihe von ständigen Ausstellungen.

Was es kostet:

Erwachsene: 18$
Studenten: 15$
Senioren ab 65: 15$
Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Guggenheim-Museum bietet für 75$ (neben verschiedenen Sondertarifen) eine Mitgliedschaft an. Mitglieder kommen kostenlos ins Museum und genießen weitere exklusive Vorzüge. Ein Highlight des Museums ist das Museumsgebäude selbst. Es stellt eine riesige Spirale dar und wurde bis 2009 renoviert.

GuggenheimMuseum

“Guggenheim, New York” von amaianos unter der CC Lizenz

Metropolitan Museum of Art MET

http://www.metmuseum.org/

Was es ist:

Das MET gehört zu den größten Kunstmuseen der Welt. Es wurde 1870 gegründet und zeigt Ausstellungsstücke aus der gesamten Kultur der Menschheitsgeschichte. Mittlerweile hat es über fünf Millionen Besucher jährlich. Geheimtipp: Auf der Dachterrasse hat man eine tolle Aussicht über den Central Park!

Was es kostet:

Bei den Preisen handelt es sich um unverbindliche Vorschläge des Museums, sie sind daher auf freiwilliger Basis!

Erwachsene: 20$
Schüler und Studenten: 10$
Senioren ab 65: 15$
Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das MET bietet ständig wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen. Darüber hinaus bietet es eine Mitgliedschaft (ab 50$ aufwärts) mit besonderen Vorteilen an.

MET Metropolitan Museum of Art

“New York – Metropolitan Museum of Art” von Alotor unter der CC Lizenz

Interview mit www.SkateKid50.com – warum Logan quer durch die USA skatet, anstatt die Schulbank zu drücken

Dienstag, Dezember 22nd, 2009

Logan ist 11 Jahre alt und ein notorischer Schulschwänzer.

Und seine Eltern unterstützen ihn dabei nach besten Kräften! Und das kam so: Logan hat sich über eine Hausaufgabe geärgert, bei welcher er über North Dakota schreiben sollte. Was sollte er über einen Ort erzählen, den er noch gar nie gesehen hatte? Und er würde doch jetzt viel lieber mit seinem Skateboard rumtoben als über den Büchern zu brüten.

Logan und Matt Winkler

Lieber durch die USA skaten anstatt die Schulbank zu drücken

Dabei kam ihm eine Idee: Er würde doch viel mehr über North Dakota lernen, wenn er dort hinfahren könnte! Die meisten Eltern würden abwinken und dem Sprössling sagen, er solle sich jetzt auf seine Hausaufgaben fokussieren. Nicht so sein Vater Matt, und so schmiedete die Familie den Plan, die 6. Klasse „on the road“ zu verbringen und 50 Bundesstaaten zu bereisen. Logan soll dabei die Bundesstaaten handfest kennenlernen und seiner großen Leidenschaft, dem Skateboard fahren, nachgehen können. Mehr Details auch im Video bei CBS.

Logo

Die Reise begann am 1. September und wird im Mai 2010 in Washington enden. Wir wollten ein bisschen mehr von Logan wissen und haben ihn zu einem Interview eingeladen.

Logan im Interview: “Ich liebe einfach das Skateboarden.”

Logan, was war die merkwürdigste Erfahrung, die du bisher auf der Tour gemacht hast?

Wir gingen in den größten Indoor-Wasserpark in Amerika, aber der war gar nicht so groß! Ich war enttäuscht.

Du gehst ja dieses Jahr nicht regulär zur Schule, wer unterrichtet dich?

Mein Vater unterrichtet mich. Wir gehen oft in eine Bibliothek und ich leihe mir die Bücher aus, die in meiner Schule benutzt werden. Ich werde auch von der Online-Sprachschule unterstützt.

Wie viele Stunden pro Tag musst Du lernen, dass Du mit dem Unterrichtsstoff nicht deinen Mitschülern zu Hause hinter her hängst?

Ich lerne vier bis fünf Stunden pro Tag und verwende für Mathematik und Naturwissenschaften die gleichen Schulbücher wie meine Klassenkameraden, so halte ich mit. Die Online-Sprachschule dauert 36 Wochen, so muss ich nicht jeden Tag ein Modul lernen.

Für Physik lerne ich auch, was ich gut für das Skateboarden gebrauchen kann. Dann spiele ich noch Gitarre für Musik und zeichne für Kunst. Mein Vater zeigt mir auch viel in den Museen über die Geschichte und besorgt mir Materialen für den Kunstunterricht. Sport ist mein Lieblingsfach, es ist nicht wirklich Schule für mich.

Wie sind deine Noten, wer macht die Tests mit Dir?

Mein Vater macht die Tests, die Noten sie sind ziemlich anständig.

Wurdest du von anderen Kindern oder Eltern schon mal schief angeschaut oder beleidigt, weil sie nicht verstehen, dass du lieber Skateboard fährst, als richtig zur Schule zu gehen?

Nein. Ich skateboarde zwischen dem Unterricht und danach. Es ist einfach, Skateboard-Freunde in den besuchten Städten zu finden – alle Kinder in den Skatesparks sind sehr freundlich.

Ist es nicht langweilig, ständig in Museen zu gehen, anstatt sich mit Freunden zu treffen?

Nicht wirklich.

Bei der Tour lernst du sicher mehr über die USA und über dich selbst. Erzähl ein bisschen mehr über dich.

Ich liebe einfach das Skateboarden.

Logan in der Halfpipe

Als ich ein Kind war, war mein Idol Tony Hawk, ein Skateboarder unserer Bande. Wer ist dein Vorbild?

Rodney Mullen. Er ist Mitte vierzig und immer noch ein Profi-Skater-Champion.

Es macht die Runde, dass eine Skate-Kid-Welttournee geplant ist. Können sich unsere Leser darauf freuen, dich bald in Deutschland persönlich zu treffen?

Ich hoffe es! Dieses Vorhaben werden wir im Auge behalten.

Möchtest du sonst noch etwas sagen?

Ja, bitte schaut auf unseren Blog auf www.50skatekid.com und kauft T-Shirts oder Aufkleber, bitte! Vielen Dank.

Logan in Chicago

Und jetzt mal eine Frage an den Vater: Matt, hat diese Reise – oder vielleicht besser gesagt dieses Experiment – Auswirkungen auf Dein Bild der USA?

Danke für die Frage. Diese Reise ist sehr lehrreich für mich. Jeder Ort offenbart mir neue Erkenntnisse. Wir sehen bedeutende, historische Stätten, von denen ich noch nie gehört habe. In den besuchten Museen treffen wir auf Artefakte und Informationen, die ich vielleicht nie kennengelernt hätte. Dies öffnet mir die Augen!

Außerdem zeigt mir die Reise, das Amerika trotz unterschiedlichen Regionen eine Nation ist. Ich könnte Ihnen Fotos von Vororten, Stadtvierteln, Einkaufszentren und Fast-Food-Ketten, zeigen und es wäre unmöglich zu bestimmen, wo diese Fotos aufgenommen wurden. Die gleichen Szenen wiederholen sich in ganz Amerika. Trotz den landesweiten Gemeinsamkeiten hat jede Region spezielle Eigenschaften, aber diese sind für die durchreisenden Touristen oft nicht leicht zugänglich.

Trifft man in einer Stadt Menschen, so bleiben Erinnerungen an diesen Ort. Aber letztlich wurde mein Eindruck verstärkt, dass die besuchten Orte nicht sehr verschieden voneinander sind. Ich habe wirklich nicht erwartet, dass die USA überall so ähnlich sind!

Logan und Matt, vielen Dank für dieses aufschlussreiche Interview!

Logan, 11 Jähriger Skater

Where’s George? Eine Dollarnote macht sich auf den Weg durch Amerika.

Montag, Dezember 14th, 2009

Sachen gibt´s! Wie diesen 1 Dollar Schein, den ich kürzlich irgendwo aufgelesen habe. Als ich den genauer unter die Lupe nahm, habe ich gestutzt: Jemand hat die Webseitenadresse www.wheresgeorge.com aufgedruckt, auf der man den Weg dieser Note nachverfolgen kann.

The bill
Track it

Mein Schein hat es nur von Brooklyn nach Manhattan geschafft:

Travelling bill

Doch andere Dollarnoten reisen quer durch die USA, wie diese hier:

A long way

Seit beinahe 11 Jahren betreibt Hank Eskin aus Massachusetts die Webseite http://www.wheresgeorge.com. Mitmachen kann dabei

a)  jeder der eine gekennzeichnete Dollarnote findet oder

b) jeder der selber neue Noten in Umlauf bringt.

Dazu braucht es nur einen Stempel, der den Link der Webseite trägt – und los geht es! Hunderttausende Scheine sind bereits registriert, und täglich kommen neue dazu. Einige Fans haben selbst Zehntausende Scheine registriert.

Das ist natürlich nur ein Tropfen aus dem Ozean der Milliarden Scheine, die im Umlauf sind. Einen größeren Sinn dahinter gibt es nicht, warum auch? Ein bisschen Spass darf sein – wer schenkt mir nun einen „Where ’s George“ Stempel zu Weihnachten?!