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Interview mit Maik Wiedenbach: „Ich bin schneller erwachsen und selbstbewusster geworden!“

Samstag, Juli 24th, 2010

Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

Heute im Interview: Maik Wiedenbach, Personal Training Business www.adlertraining.com in New York

Stell dich am besten zunächst kurz vor, wer du bist, was du machst, woher du kommst, wo du jetzt wohnst, eventuell wie alt du bist?

Mein Name ist Maik Wiedenbach, 34 jahre alt aus Radolfzell am Bodensee. Seit 11 Jahren lebe ich in NYC und betreibe dort mein eigenes Personal Training Business www.adlertraining.com. Hierbei betreue ich vornehmlich Kunden aus dem Finanz- und Entertainmentbereich im Hinblick auf Fettverlust und Muskelaufbau. Des weiteren habe ich vor kurzem mein erstes Buch geschrieben, welches im Januar 2011 veroeffentlicht wird.

    Maik

    Wie ist in dir der Entschluss gereift, in die USA zu gehen? Was waren die Gründe, was der Auslöser?

    Als ich 1999 in die USA gegangen bin, war der Hauptgrund eigentlich der Schwimmsport. Ich war damals deutsche Spitze und hatte das Gefühl, mich nur im Ausland sportlich und menschlich weiterentwickeln zu können. 1998 habe ich mich für Sportstipendien und verschiedenen Universitäten beworben und hatte dann die Wahl zwischen New York und Miami, also quasi zwischen Stadt und Sonne. Im Endeffekt hat dann die Basketballvorliebe meines Bruders (NY Knicks Fan) den Ausschlag für NY gegeben, ich selbst habe diesen Schritt nie bereut.

    Hattest du vorher schon Erfahrungen mit den USA sammeln können?

    Überhaupt nicht.

    Wie reagierte dein Umfeld in Deutschland auf diese Idee?

    Sehr unterstützend, meine Eltern waren der Meinung dass mir ein bis zwei Jahre im Ausland gut tun würden. Es konnte ja niemand wissen, dass ich nach 11 Jahren immer noch hier sein würde.

    Hast du jetzt noch Verbindungen in deine alte Heimat? Bist du vielleicht sogar noch öfter dort?

    Natürlich telefoniere ich mehrmals in der Woche mit meinem Vater und Bruder und reise 1-2 Mal im Jahr nach Deutschland. Desweiteren verfolge ich die deutsche Politik so gut als möglich von hier aus (Spiegel Auslandsabo). Und am Samstag ist natürlich Bundesliga live….

    Wie war für dich die erste Zeit in den USA, wo waren Probleme, was lief gut?

    Probleme gab es eigentlich keine, da ich wie gesagt durch mein Team gut integriert war. Auch akademisch konnte ich sofort mithalten, zumal die Universitäten in den USA sich um Sportler hervorragend kümmern. Mir wurde sofort ein „academic advisor“ zur Seite gestellt, der mir bei der Kursauswahl behilflich war. Bald darauf lernte ich meine zukünftige Frau kennen…..

              New York

              Hast Du eine Greencard oder bist Du schon amerikanischer Staastsbürger?

              Meine Frau und ich haben seit 2006 Green Cards, ob wir den letzten Schritt zur Staatsbürgerschaft tun werden, bleibt abzuwarten.

              Was hat Dir besonders geholfen, dich einzuleben?

              Am  Anfang auf jeden Fall das Schwimmteam und das Campusleben im allgemeinen. Man lebt auf so engen Raum zusammen, es ist unmöglich allein zu bleiben. Desweiteren ist New York einfach eine faszinierende Stadt, nichts bleibt gleich, alles ändert sich. Die beruflichen Möglichkeiten sind hier, gerade für self-starters, einfach grossartig. Desweiteren ist auch das kulturelle Leben, bedingt durch die Vielfältigkeit der Stadt, hochinteressant. Man kommt ständig mit anderen Kulturen oder Denkrichtungen in Kontakt.

              Wie würdest du im Rückblick deine Entscheidung bewerten?

              Äußerst positiv, der Wechsel ins Ausland hat sich menschlich wie auch beruflich bezahlt gemacht. Ich persönlich denke, man wird im Ausland schneller erwachsen, da man auf sich gestellt ist. Desweitern eröffnen sich neue Horizonte und Möglichkeiten, das positive Denken der Amerikaner kann sehr ansteckend sein. Mich hat insbesondere beeindruckt, wie die Stadt nach dem 11. September zusammen gehalten hat und wie schnell Wirtschaft und Gesellschaft sich erholt haben. Diese Denkweise hat mich sehr geprägt und auch meine eigenen Entscheidungen beeinflusst, man wird selbstbewusster. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mein eigenes Business in Deutschland eröffnet hätte.

                    Studio

                    Hast du bestimmte Vorstellungen für das 2010? Möchtest du vielleicht sogar noch einmal wegziehen?

                    2010 werde ich meine erste DVD „ The desk athlete“ und mein erstes Buch „105 Fitness myths and tips“ herauszubringen und Adlertraining als Marke in der Fitnesswelt etablieren. Desweiteren habe ich das Project „ Muscles for a better life” lanciert, welches Latino-Jugendlichen aus der Bronx die Möglichkeit gibt, im Studio zu trainieren und Selbstvertrauen aufzubauen. Zur Zeit betreue ich drei Jugendliche, das Program zielt darauf ab, durch den Sport die Englischkenntnisse der Kids zu verbessern und so den Weg ins College zu ebnen. Ans Wegziehen denke ich eher nicht, aber man sollte sich nie vor neuen Möglichkeiten verschließen.

                    Maik, vielen Dank für dieses Interview!

                      “Ich bin ein Schweizer” – Präsident Obama hat helvetische Wurzeln

                      Dienstag, Juli 20th, 2010

                      „Was? Der amerikanische Präsident hat seine Wurzeln auch in der Schweiz? Niemals!“, so hätte ich wahrscheinlich vor einigen Jahren auf die folgende Meldung reagiert.

                      Als Vater eines gebürtigen Kenianers und als Kind Hawaiis hat Obama schon für einige Schlagzeilen überall in der Welt – und besonders in Kenia – gesorgt. Der 6. November, der Tag seines Wahlsieges, wurde dort gar zum Nationalfeiertag, dem „Obama Day“, erklärt.

                      Aber nicht nur in Kenia, wo heute noch eine seiner Großmütter lebt, hat er seine Wurzeln, auch in Hawaii hat er Spuren hinterlassen. Dort verbrachte er seine Kindheit, bis er im Alter von sechs Jahren mit seiner Mutter für 4 Jahre nach Jakarta zog. 1971 kehrte die Familie dann wieder in den 50. US-Bundesstaat zurück.

                      Und nun kam vor einigen Tagen die Nachricht, dass er auch Schweizer Wurzeln hat. Fast zwei Jahre untersuchte ein Ahnenforscher die Verbindung von Obama zur Schweiz.

                      Nicht weit von meinem Heimatdorf Ulmiz liegen diese Wurzeln: Hans Gutknecht wurde 1692 im schönen Örtchen Ried bei Kerzers geboren und hatte mit seiner Frau Anna Barbara einen Sohn: Christian. Dieser wanderte dann später in die Vereinigten Staaten aus. Um den Kreis zur Obama-Familie zu schließen überspringen wir einige Generationen, bis Obamas Mutter im Stammbaum auftaucht – und schwupps: der Kreis ist geschlossen!

                      Der US-Botschafter hat bereits die Ehrenbürgerurkunde für Mr. President überreicht bekommen und wer weiß – vielleicht besucht Obama bei seinem nächsten Schweizer Besuch auch mal das kleine und beschauliche Ried.

                      Top 100 Orte zum Leben in den USA enthüllt – and the winner is…

                      Montag, Juli 19th, 2010

                      Die Auswanderung nach Amerika soll gut geplant sein: Nicht nur in welchen Bundesstaat, sondern auch in welche Stadt man möchte, sollte möglichst vorher geklärt werden – noch besser, man hat bereits eine Wohnung oder ein Haus in seiner Wunsch-Region gefunden. Denn eines ist klar: Wer am Flughafen der Hauptstadt des Wunsch-Landes steht und sich fragt “Und wohin jetzt?” hat definitiv etwas falsch gemacht.

                      Die Antwort auf die Frage “Wohin?” ist nämlich meist gar nicht so einfach zu beantworten. Während einige schon von vornherein wissen, “Ich will nach New York!”, tappen die meisten noch ziemlich im Dunkeln, wenn es darum geht, sein Domizil für die nächsten Jahre zu finden. Denn wer weiß schon, wie  die Situation am Arbeitsmarkt in der Kleinstadt Woodbury in Minnesota aussieht, oder wie hoch die Kriminalitätsrate von McKinney in Texas ist? Klar, in der heutigen Zeit kann man alles mögliche “googlen”, aber das geht schließlich auch erst dann, wenn einen Namen oder entsprechende Stichwörter zur Städtesuche hat.

                      Wer in die USA auswandern möchte, bekommt nun bei CNNMoney.com eine Liste der besten Orte zum Leben. Alle Top 100 Orte wurden unter der Beachtung verschiedener Aspekte ausgewählt, so zum Beispiel die lokale Situation am Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Kriminalitätsrate, Freizeitaktivitäten und vielen mehr.

                      4522106317_5d4ece1ce3_bBellevue (WA) belegte mit seinen gerade einmal 124.000 Einwohnern Platz 4 im Ranking um die besten Orte zum Wohnen. Foto: Wonderlane auf Flickr.com

                      Aber ich will Sie nicht länger auf die Folter spannen: Auf Platz 1 des Rankings schaffte es die 64.000-Einwohnerstadt Eden Prairie im Bundesstaat Minnesota mit seinen schönen Landschaften, riesigem Freiraum für Outdoor-Aktivitäten und dem großen Jobangebot direkt in der Stadt.

                      Hier die komplette Liste der Top 10:

                      1. Eden Prairie, MN
                      2. Columbia/Ellicott City, MD
                      3. Newton, MA
                      4. Bellevue, WA
                      5. McKinney, TX
                      6. Fort Collins, CO
                      7. Overland Park, KS
                      8. Fishers, IN
                      9. Ames, IA
                      10. Rogers, AR

                      Hier geht es zu den Top 100!

                      Wer übrigensdie innovativsten Städte sucht, der sollte in Boston, New York oder San Francisco Halt machen – die Details hier.

                      Eine Lektion in Sachen Langfinger

                      Samstag, Juli 17th, 2010

                      Meine Liebste kam nach Hause und telefonierte gerade mit einer Freundin. Sie begrüsste mich und liess dabei verlauteten, dass jemand unser Autofenster eingeschlagen und das Navigationsgerät geklaut habe. Dann wandte Sie sich wieder dem Gespräch zu.

                      Verdammt, das ging auf meine Kappe. Ich hatte nachlässigerweise die Halterung des uralten Navigationsgeräts an der Scheibe kleben lassen, und die Langfinger hatten richtig vermutet: das Gerät lag nicht sicher zu Hause, sondern im Handschuhfach.

                      Ich hatte gelernt, dass solche „Unterhaltsreparaturen“ dazugehören, wenn man das Auto auf New Yorks Strassen und nicht in einer Garage parkt. Wir wohnen zwar in einer guten Gegend, aber trotz allem immer noch in einer Grossstadt. Die Regel ist einfach und gilt überall auf der Welt: nichts im Auto lassen, dass Diebe interessieren könnte.

                      Erst vor ein paar Wochen waren die Aussenspiegel der geparkten Autos zum Ziel von Vandalen geworden. Auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtete ich, denn aus ökonomischer Sicht hält sich der Zeitaufwand mit einer allfälligen Rückerstattung von der Versicherungsgesellschaft nicht die Waage. Oder anders gesagt: In der Zeit, die ich auf der Polizeiwache mit Warten verbringe, kann ich Sinnvolleres mit meinem Leben machen.

                      Also klebten wir das Fenster mit einem Plastiksack zu und ich fuhr am nächsten Morgen rüber zu Errol, unserem Garagist. Der Jamaiker schüttelte nur den Kopf und lachte: „Ja, das passiert. Letzte Woche stoppten ein  paar Typen hier, die mir einen Stapel CD-Player verkaufen wollten – offensichtlich „heisse Ware“. Und gestern kam sogar einer mit einer ganzen Autotüre unter dem Arm und wollte mir diese andrehen!“

                      Interview mit Robert Stapf: „Mir fiel das Leben in den USA einfach in den Schoss!“

                      Dienstag, Juli 13th, 2010

                      Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

                      Heute im Interview: Robert Stapf, Vice President bei drom fragrances in New York

                      Stell dich am besten zunächst kurz vor, wer du bist, was du machst, woher du kommst, wo du jetzt wohnst, eventuell wie alt du bist.

                      Mein Name ist Robert Stapf, geboren in Offenburg (Baden). Ich wohne jetzt seit 2003 in NYC und bin 35 Jahre alt.

                      Robert Stapf

                      Wie ist in dir der Entschluss gereift, in die USA zu gehen? Was waren die Gründe, was der Auslöser?

                      Während meines Studiums habe ich ein 2-monatiges Praktikum bei Gruner+Jahr in NYC gemacht.  Der Big Apple hat mich schwer begeistert, und ich habe mir vorgenommen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, mal in New York zu arbeiten. Als mein derzeitiger Arbeitgeber mir dann eine Stelle hier angeboten hat, war das ein No-Brainer.

                      Wie reagierte dein Umfeld in Deutschland auf diese Idee?

                      Meine Eltern waren natürlich etwas skeptisch, vor allem meine Mutter. Mein Vater ist selbst jahrelang im Ausland gewesen (Italien), aber meine Mutter wollte mich natürlich nicht einen Ozean weit entfernt haben…

                      Hast du jetzt noch Verbindungen in deine alte Heimat? Bist du vielleicht sogar noch öfter dort?

                      Ich bin 1-2 mal im Jahr dort, da die Zentrale meines Arbeitgebers in München ist und ich dort Termine habe. Ansonsten zeige ich meiner amerikanischen Freundin gerne meine Heimat.

                      Wie war für dich die erste Zeit in den USA, wo waren Probleme, was lief gut?

                      Die amerikanische Bürokratie. Ich vergleiche diese gerne mit den deutschen Amtsstuben. In Deutschland sind kompetente Sachbearbeiter/Beamte am Werk, die einfach keine Motivation haben, etwas für dich zu tun. In den USA sind hilfsbereite Sacharbeiter am Werk, die leider völlig inkompetent sind. Ansonsten lief alles ziemlich reibungslos.

                      Hast du eine Greencard oder bist du schon amerikanischer Staatsbürger?

                      Seit 3 Wochen habe ich eine Greencard!

                      Was hat dir besonders geholfen, dich einzuleben?

                      Ich spiele Feldhockey und habe in einen Sportverein sehr schnell Anschluss gefunden. Das war sehr wichtig für mein soziales Umfeld. Selbst jetzt, 9 Jahre später, sind die meisten meiner Freunde aus dem Hockeybereich.

                      Wie würdest du im Rückblick deine Entscheidung bewerten?

                      Ein Glücksfall. Ich kenne viele, die hätten Ihren Arm dafür gegeben, 15 Monate nach dem Studienende einen Arbeitgeber zu finden, der den USA Aufenthalt sponsert. Mir fiel das in den Schoss und ich habe natürlich „Ja“ gesagt.

                      Möchtest du noch weiter ziehen?

                      Ich habe ja nun seit ein paar Wochen die GreenCard und bin gerade dabei, eine Wohnung zu kaufen. Das ist also ein ziemliches Committment.

                      Robert, danke für das Interview!

                      Interview mit Volker Weiss: „Ich lebe im Paradies auf Erden, auch als Maui bekannt.“ (Teil 4)

                      Freitag, Juli 9th, 2010

                      Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

                      Heute im Interview: Volker Weiss, Immobilienmakler auf Maui, 4. Teil (1. Teil hier, 2. Teil hier, 3. Teil hier).

                      Was assoziierst du als Aussiedler heute mit deinem Geburtsort Hamburg? Hast du jetzt noch Verbindungen in deine alte Heimat, bist Du ab und an zu Besuch?

                      Eigentlich bin ich immer und jedes Jahr wenigstens einmal zu Besuch in Deutschland. Mein bester Freund lebt in Essen und meine Familie ist in und um Hamburg. Der Aufenthalt ist immer ein Erlebnis, obwohl ich mit der Besuchsplanung nicht viel zu tun habe. Alles ist bei meiner Ankunft bereits organisiert.

                      Hamburg wird für mich immer die beste Stadt der Welt sein und es wird auch immer meine Heimat bleiben. Wenn ich in der Zukunft zweimal­ pro Jahr kommen könnte und jedes Mal für einen Monat, dann wäre das Leben einfach perfekt. Verrückt ist, dass ich gern mal wieder über den Weihnachtsmarkt gehen würde, oder mir die zugefrorene Alster ansehen würde. Aber vor der Kälte habe ich dann doch ein bisschen Angst.

                      Auf der ganzen Welt habe ich nie was anderes als Nivea Deo Roller benutzt. Egal wo ich gewohnt habe, habe ich die in Hamburg gekauft und mitgenommen. An der Alster gibt es seit ein paar Jahren ein Nivea Haus. Wer auch immer mich besuchen kommt, muss mir diese Roller mitbringen. Ansonsten vermisse ich Milram Quark, Landliebe Yoghurt, Hela Gewürzketchup, getrocknete Salami und richtiges Vollkornbrot. Das verbinde ich alles mit Hamburg und Deutschland. John Ment und Radio Hamburg kann ich mir auf dem Internet anhören. Und auch Nutella und Haribo gibt es jetzt auf Maui!

                      Ich freue mich riesig über alte und neue Kontakte. Es wäre toll auf diesem Wege wieder mehr alte Freunde und Schulkontakte wiederzufinden. Ich finde es einfach interessant herauszufinden, was das Leben anderen so bringt.

                      Was sind die Pläne für die Zukunft? Bleibst du auf Maui oder geht es an einen anderen Ort?

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                      Umziehen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Meine Frau spricht kein Deutsch und die vier Jahreszeiten, jedes Jahr, das vermisse ich wirklich nicht. Durch meine erste Karriere im Hotelgewerbe bin ich reichlich geflogen und hatte die Möglichkeit, viel von dieser Welt zu sehen. Über die Jahre würde ich gern mal ein paar von diesen Plätzen mit meiner Frau besuchen. Nur zum Urlaub natürlich.

                      Mein Beruf als Immobilien Makler habe ich mir ausgesucht, und das macht mir richtig Spaß. Das Einkommen ermöglicht mir ein bescheidenes Leben in meinem Paradies. Ich fühle mich im Umkreis von 20 Kilometern auf der Insel Maui doch am besten. Die regelmäßigen Hamburg-Besuche möchte ich allerdings nicht vermissen.

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                      Die meisten meiner Kunden sind nicht auf Maui zu Hause so wie ich. Dadurch habe ich gelernt, mich ganz gezielt mit dem Computer und dem Internet zu beschäftigen. Meine Präsenz wächst ständig und hilft allen Interessenten, sich freizügig und unverbindlich über Apartments und Häuser auf Maui zu informieren. Hier ist der Link zu meiner Hauptseite: http://www.vwonmaui.com

                      Fotografie ist mit Sicherheit eines der Hauptelemente für meinen Beruf, aber auch für das neue Medium. Ich habe mich mein ganzes Leben mit Fotografie beschäftigt, und mein Lieblingsprojekt ist eine wachsende Sammlung aus Maui Fotos, die so langsam auch mit Videos bestückt wird. Hier ist ein Link zu dieser Seite: http://media.mauiisthebest.com Kommt mich doch mal besuchen in meinem Paradies!

                      Lieber Volker, vielen herzlichen Dank für dieses Interview!

                      Kein Scherz: Kalifornien plant digitale Nummernschilder

                      Samstag, Juli 3rd, 2010

                      Das California Department of Motor Vehicles denkt derzeit darüber nach, bald sämtliche Fahrzeuge mit digitalen Nummernschildern auszustatten. Die Nummernschilder sollen dann verschiedene Werbeanzeigen abbilden, sobald das Fahrzeug stillsteht. Der daraus gewonnene Erlös soll Kalifornien selbst zugutekommen und einen Teil des hohen Defizits des Staates begleichen.

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                      Die Befürworter  des Plans sind der Ansicht, dass durch digitale Nummernschilder weniger Kosten für das Pressen von Blech-Nummernschildern entstehen und auf den Nummernschildern abgespielte Werbeanzeigen zusätzlich Geld in die Kassen des Staates spülen könnten. Theoretisch könnten so auch personalisierte Nachrichten über das digitale Nummernschild wiedergegeben werden.

                      Andere sehen jedoch auch eine Gefahr in den digitalen Nummernschildern: Auffällige Werbeanzeigen könnten andere Fahrer vom Verkehr ablenken, was wiederum zu Unfällen führen kann. Das Gegenargument ist allerdings, dass die Nummernschilder erst Werbung anzeigen, sobald das Fahrzeug für mehrere Sekunden (also beispielsweise an einer Ampel) stillsteht. Beim regulären Fahren würde so einfach weiterhin das Nummernschild selbst gezeigt werden.

                      Zweifelsohne sind solche Nummernschilder eine interessante Idee, doch müssen gerade bei der Produktion einige Dinge unbedingt beachtet werden. Zum einen muss das Nummernschild technisch ausfallsicher sein, zum anderen muss ein gutes Displaypanel verbaut werden, damit das Nummernschild aus jeder Sichtlage erkennbar bleibt.

                      Im weiteren muss das Nummernschild gegen mutwillige Modifikationen abgesichert sein. Wenn das Nummernschild darüber hinaus immer aktuelle Werbeanzeigen abbilden soll und gleichzeitig unabhängig vom Fahrzeug agieren muss, wird wohl ein mobiles Datennetz extra für die mobilen Nummernschilder nötig. Und das kostet –  nicht nur an Anschaffungs-, sondern auch Betreiber- und Wartungskosten.

                      Weiterhin könnte sich durch die mobile Datenübertragung eine weitere Sicherheitslücke auftun: Hacker könnten, eine entsprechende Sicherheitslücke vorausgesetzt, einfach den kompletten Inhalt eines jeden Nummernschildes abändern und so für Chaos auf den Straßen sorgen. Alles in allem würden die Forschungs- und Produktionskosten den Staat wohl mehr kosten, als sie durch Werbeeinnahmen später wieder einnehmen dürften. Wie der Entscheid ausfällt, ist noch offen – es bleibt spannend!

                      Foto von woody1778a auf Flickr.com

                      Interview mit Volker Weiss: „Ich lebe im Paradies auf Erden, auch als Maui bekannt.“ (Teil 3)

                      Freitag, Juli 2nd, 2010

                      Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

                      Heute im Interview: Volker Weiss, Immobilienmakler auf Maui, 3. Teil (1. Teil hier, 2. Teil hier).

                      Hattest du vorher schon Erfahrungen mit den USA sammeln können?

                      Mit unseren Eltern waren mein jüngerer Bruder und ich ein paar Mal in den USA zum Urlaub. Als Trainee hatte ich während meiner Ausbildung zum Hotelfachmann die ungewöhnliche Möglichkeit, ein halbes Jahr in einem Luxus Hotel in Dallas, Texas, zu arbeiten. Als persönlichen Erfolg und als größten Einfluss auf mein junges Leben sehe ich heute das Arbeitsvisum der Carl Duisberg Gesellschaft in Verbindung mit den 2 Jahren auf Maui. Da habe ich viel über die USA erfahren und gelernt.

                      Während meiner Zeit in Asien für Hyatt International habe ich auch knapp 2 Jahre auf der Insel Guam im Südpazifik gearbeitet und gelebt. Guam ist zwar kein Bundesstaat der USA, aber es gehört doch irgendwie zu Amerika. Mein größtes Glück war, dass es da kulturell doch etwas von der Internationalität gab, die mein heutiges Leben zu Hause auf Hawaii prägen.

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                      Vielleicht kann man sagen, dass der Einsatz auf Maui zu jener Zeit einfaches Glück gewesen ist. Aber mit der richtigen Einstellung kann das auch heute noch jeder nachmachen. Davon bin ich fest überzeugt!

                      Wie reagierte dein Umfeld in Deutschland auf diese Idee?

                      Als ich meine Lehre zum Hotelfachmann im berühmten Atlantic Hotel Kempinski Hamburg begonnen habe, da waren die ganze Familie, Bekannte und Freunde richtig begeistert. Vor dem Abschluss dieser Ausbildung hätte ich die Zusage für einen Arbeitsplatz auf einer 5 Sterne Ranch in Windhoek in Namibia bekommen können. Das war allen dann doch ein bisschen zu viel und zu schnell. Irgendwie sollte das wohl alles etwas länger dauern. Ich muss zugeben, dass ich mir damals auch noch ein wenig unsicher gewesen bin.

                      Als das Arbeitsvisum für die USA aktuell wurde, hatte sich mein Umfeld schon auf eine gewisse Art von Abenteuer um mich herum eingestellt. Natürlich ist gerade meine Mutter sehr traurig, dass ich nun so weit weg lebe. Und das geht mir oft genauso. Verwandte und Bekannte können es nicht richtig verstehen, aber einige schaffen es doch, hier ab und an mal zu Besuch zu kommen. Alle freuen sich jederzeit über Nachrichten aus Hawaii.

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                      Nach mehr oder weniger 2 Jahrzehnten muss ich deutlich feststellen, dass es für mich sehr wichtig ist, die Kontakte aus der Ferne zu halten. Wenn man selbst derjenige ist, der weggeht, muss man sich damit abfinden, dass man auf jeden Fall mehr Zeit investieren sollte, um wenigstens in Gedanken irgendwie mit der Heimat verbunden zu sein. Das ist ein schönes Gefühl und wird meist reichhaltig belohnt.

                      Der nächste Teil des Interviews folgt in wenigen Tagen – am besten jetzt gleich den RSS-Newsfeed abonnieren!

                      Interview mit Volker Weiss: „Ich lebe im Paradies auf Erden, auch als Maui bekannt.“ (Teil 2)

                      Montag, Juni 28th, 2010

                      Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

                      Heute im Interview: Volker Weiss, Immobilienmakler auf Maui, 2. Teil (1. Teil hier).

                      Was gefällt Dir besser am Leben auf Hawaii – abgesehen von Sonne, Natur und endlosen Traumstränden ;-) ?

                      Meer, Sonne und Natur bilden mit Sicherheit die Grundlage für das Leben auf einer Insel so wie Maui. Hawaii liegt mitten im Pazifik und am weitesten weg von jedem anderen Platz, an dem Menschen leben. Was mir an Zivilisation fehlt, kann ich mir heute einfach über das Internet bestellen oder ansehen. Das erste Mal war es schon unheimlich, wenn im Supermarkt die Regale leer sind, weil irgendwo im Pazifik ein Sturm tobte und das zuständige Schiff nicht rechtzeitig ankam. Aber schlechte Nachrichten und Realityshows bietet das Fernsehen auf Knopfdruck ja sonst eh genug.

                      Sonnenuntergang

                      Mit der richtigen Einstellung für die schönsten Dinge im Leben ist Maui einfach das Paradies schlecht hin. Es gibt hier keine vier Jahreszeiten, sondern  es ist einfach warm. Morgens früh zum Surfen, mit dem Rennrad durch die Sonne radeln oder zum Work-out im tiefen Sand am Strand mit einem Freund treffen. Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich vor der schwierigen Wahl stehe, welches Shirt ich mir denn heute mal anziehe. Meine Füße fangen an zu schwitzen, wenn der Kopf nur an Socken denkt. Wann auch immer es mit der Arbeit passt, fahre ich nachmittags zum Windsurfen an die Nordküste.

                      Die Scheiben im Auto beschlagen hier nicht und die Fußmatten werden nie nass, nur sandig. Die farbigen Sonnenuntergänge sind für mich ein tägliches Erlebnis. Unsere natürliche Klimaanlage ist ein Traum. Wir haben in unserem Haus an 365 Tagen im Jahr, Tag und Nacht unsere Fenster geöffnet. Nachts gibt es kein Wind, nur Stille. Es gibt hier keine Großstadt. Es ist einfach dunkel. Der Sternenhimmel und die Milchstraße sehen beim ersten Mal völlig unnatürlich aus und erinnern mich an das Planetarium im Hamburger Stadtpark.

                      Durch meine Erfahrungen mit der Dritten­ Welt in Afrika und Asien habe ich die natürliche Schönheit meiner einzigartigen Umwelt in Hawaii ganz besonders schätzen gelernt. Auf eine ganz eigenwillige Art und Weise scheint die Zeit hier, ganz einfach gesagt, stillzustehen. Wenn man hier länger lebt, versteht man, wie klein diese ­Inselwelt auf Maui wirklich ist. Es gibt nur etwa 140,000 Einwohner. Die meisten Menschen kommen nur zu Besuch, meist nur ganz kurz und nur ein einziges Mal im Leben. Die Realität verschmilzt mit einem Traum. Ich bin hier zu Hause. Wahnsinn!

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                      Du bist mit einer Amerikanerin verheiratet, wie habt Ihr Euch kennengelernt und welche Rolle hat sie für dein Zurechtfinden in den USA gespielt?

                      Meine Frau habe ich in einem der großen Strandhotels auf Maui kennengelernt. Es ist für uns beide die zweite Ehe, aber inzwischen auch unsere längste Beziehung. Unser Entschluss, das Leben gemeinsam zu genießen, setzte irgendwie immer voraus, das Maui unsere Heimat bleibt. Ohne Worte ist uns beiden das von Anfang an klar gewesen.

                      Das Hotelgewerbe in Verbindung mit der Arbeit in verschiedenen Ländern auf anderen Kontinenten hat mir die Integration in den USA sicherlich erleichtert. Aber für die deutsche Natur ist eine blonde kalifornische Flamme nicht gerade die einfachste Sache der Welt. Ich dachte immer, mein Englisch sei ganz gut – aber die Umgangssprache in diesem Land lernt man erst, wenn man wirklich hier ganz bewusst lebt. Noch heute muss ich das eine oder andere Wort noch erklärt bekommen oder heimlich nachlesen.

                      Erschreckend oft beschränkt sich die Ausbildung hier ausschließlich auf die USA. Fast als wenn es den Weltkrieg nur in Europa gab und Asien nur bekannt ist durch „Made in China“. Unheimlich ist am Anfang auch das Einkaufen. Eine Gallone fasst hier fast 4 Liter. Das ist die normale Größe im Supermarkt. Alles andere ist klein oder eben viel größer. Levis Jeans kosten $30 und gute Shorts ungefähr $45. Kurze Hosen sind in Hawaii eben wichtiger.

                      Das Leben erscheint mir hier einfacher, solange man gesund und munter ist. Wenn man eine schlaue Idee hat und diese sich verkaufen lässt, macht man auch gutes Geld. Der Versicherungskaufmann von gestern könnte morgen Millionär sein, ­da steht nichts im Wege. Viele Amerikaner haben mehrere Berufe oder wechseln ihren Karrieren noch in den 40ern oder 50ern. Es gibt viele kleine Unternehmer, die miteinander kooperieren. Die alte Tausch Idee von Dienstleistungen spielt in dieser Wirtschaft eine große Rolle.

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                      Heute weiß ich, dass ich meine Frau mit meinen Fragen und Handlungen wohl öfter mal amüsiert habe. Sie hat mir den Einstieg in das private und das geschäftliche Leben mit Sicherheit ganz unbewusst erleichtert. Es ist schon gut, wenn man jemanden hat, den man einfach alles fragen kann. Aber die Begeisterung für Super Bowl Sunday und Golden Globe Awards werde ich wohl nie in mein Blut bekommen. Ich geh’ dann lieber Windsurfen oder sehe mir einfach die Sterne an.

                      Der nächste Teil des Interviews folgt in wenigen Tagen – am besten jetzt gleich den RSS-Newsfeed abonnieren!

                      Brandheisse News aus dem Big Apple – und mein erstes Buch

                      Samstag, Juni 26th, 2010

                      Heute gibt es wieder mal einen persönlichen Bericht: Während wir hier in New York am Schwitzen sind, scheint der Sommer in Europa noch nicht überall angekommen zu sein. Unser Kater Punky und ich besetzen abwechselnd die Sofafront vor der Klimaanlage, um ein bisschen zu verschnaufen.

                      Bald wird es Zeit, dem Grossstadtleben den Rücken zu kehren und die Häuserschluchten gegen Sandburgen einzutauschen – wir nehmen einen langen Roadtrip auf uns, um das vielversprechende Fleckchen Charleston in South Carolina zu erkunden.

                      Besuch in der Schweiz

                      Wenn dann der Herbst vor der Türe steht, werde ich auch der Schweiz wieder einen Besuch abstatten – die ersten zwei September Wochen gehören Familie und Freunden. Bis dahin steht aber noch eine Menge auf dem Programm, dazu gleich mehr…

                      Der Sommeranfang bringt auch eine herbe Enttäuschung für die Schweizer Fussballnati mit dem verlorenen Spiel gegen Chile – selbst ich als Sportmuffel habe vor dem TV mit einem Auge mitgefiebert und dabei noch mein Spanisch aufpolieren können, da ich hier keinen englischen Kanal gefunden habe.

                      Die Schweiz hat mehr als nur ein Spiel verloren

                      Ein wenig später habe ich auf Facebook verfolgt, wie eine Fanseite mit dem Namen “Ich hasse Schiedsrichter Khalil Al Ghamdi (Schweiz vs. Chile)” an Popularität gewann – innert weniger Stunden hatte die Seite fast 50 000 Fans, Tendenz stark steigend und aktuell mehr als 75 ooo Fans! Ich kann die Enttäuschung ob des verlorenen Spiels verstehen, die Kommentare der “Fans” sind jedoch teils massiv unter der Gürtellinie.

                      Facebook Power – wie man die Macht der sozialen Netzwerke nutzen kann

                      Dieses Beispiel zeigt aber klar, dass soziale Netzwerke wie Facebook und Konsorten längst Ihren Kinderschuhen entwachsen sind. Ich beschäftige mich schon eine Weile intensiv mit den Möglichkeiten dieser Online Plattformen, in der Zwischenzeit ist die Beratung von Unternehmen in diesem Umfeld zu meiner Hauptarbeit geworden.

                      Yeah, ich schreibe mein erstes Buch!

                      Vor kurzem habe ich deshalb mit dem Data Becker Verlag einen Vertrag über ein Buch zum Thema Social Media Marketing abgeschlossen. Das ist natürlich viel Arbeit, macht aber auch viel Spass – und glücklicherweise habe ich wertvolle Unterstützung gefunden, die mir beim Tagesgeschäft tatkräftig unter die Arme greift.

                      Aber keine Angst, hier im Blog gibt es deshalb keine Sommerpause – die nächsten Artikel warten schon in den Startlöchern!