Der Biscayne-Nationalpark – ein Paradies im Wasser
Der Biscayne-Nationalpark befindet sich im Süden des Bundesstaates Florida. Hier erstreckt er sich malerisch von der Biscayne Bay bis hin zu den nördlichsten Inseln der Florida Keys. Der Biscayne Nationalpark ist vor allem ein Paradies für Taucher, da er zu 95 Prozent, was unfgefäahr einer Fläche von 400 Quadratkilometern entspricht, nur aus Seen und andren Gewässern besteht. Besonders schön ist das vorgelagerte Korallenriff, welches sich bis zur südlichsten Küste Floridas hinzieht. Die Küste innerhalb des Parks bietet auch zahlreichen Wasertieren einen Lebensraum, da es hier wunderschöne Mangrowenwälder gibt. Der Park ist aber nicht nur bei Tauchern ein beliebtes Ausflugszeil. Am Wcohenede nutzen vor allem viele Familien die wunderschöne Wasserlandschaft um mit Seekajaks zu fahren, mit einem Glasbodenbott das herrliche Riff von oben zu erkunden, eine Runde schwimen zu gehen, seltene Tiere zu bewundern oder einen Campingausflug inmitten des Parks zu machen. Darüber hinaus erwartet die Besucher auch auf rund 18 Quadratkilometern Festland ein wahres Naturparadies.Von Miami erreicht man den Biscayne Nationalpark, indem man einer nach Süden führenden Strasse bis zur etwa 40km südlich der Ortschaft Homestead folgt. Eine Nebenstrasse zweigt in Homestead Richtung Osten ab und führt direkt zum 15km entfernt gelegenen Biscayne Nationalpark. In Miami und Homestead können Autos, Motorboote und Taucherausrüstungen gemietet werden. Es besteht keine Busverbindung zum Biscayne Nationalpark.
Die Geschichte des Biscayne Nationalparks
Die erste Besiedlung des heurigen Biscayne Nationalparks gab es bereits im 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit hatten sich hier die Glades-Indianer niedergelassen. Im Laufe der Jahre gab es auch immer wieder Seefahrer, die dieses Gebiet mit ihren Schiffen umfuhren. Südflorida galt aber auf Grund des wechselhaften Wetters und der vielen Korallen als sehr gewagt. Zahlreiche Wracks von Schiffen bezeugen auch heute noch diese schwere Zeit. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts kam die Regierung von Florida zum Entschluss das wunderschöne Naturgebiet rund um den heutigen Biscayne Nationalpark zu schützen. Deshalb wurde es am 18. Oktober 1968 zum Biscayne National Monument eingerichtet. Am 28. Juni 1980 wurde der Park dann offiziell zum Nationalpark erklärt.
Die Tier- und Pflanzenwelt des Parks
Die vielen farbenprächtigen Korallenarten, die irrtümlich Pflanzennamen wie z. B. Seeanemonen, Seerosen, Seedahlien oder Seefedern tragen, bilden den Lebensraum für alle anderen Bewohner des Riffs. Dazu gehören die Schwämme, Quallen, Schnecken, Muscheln, Krebse, Tintenfische, Stachelhäuter, zahllose Korallenfische, Haie und Barrakudas. Darüber hinaus kann man häufig auch Seekühe und Delfine bewundern.
Aber nicht nur im Wasser, sondern auch an Land lassen sich im Biscayne Nationalpark viele Tiere beobachten. Hier kann man Waschbären, nordamerikanische Beutelratten, Sumpfhasen und Baumhörnchen in ihrem natürlichem Lebensraum sehen. Auf den Bäumen und in den Sträuchern haben es sich über 200 verschiedene Vogelarten gemütlich gemacht. Besonders oft kommen hier vor allem Rosa Löffler, Silberreiher, Ibisse, Pelikane und Möwen vor.
Auch die Baum- und Pflanzenwelt ist im Biscayne Nationalpark zahlreich vertreten. Während im Norden desParks, nur noch einige seltne Mahagonibäume auf der Insel Sands Key zu finden sind, kommt der Süden des Parks ein wenig besser weg. Hier kann man auf der Insel Old Rhodes Key Hammocklands bewundern. Diese herrliche Vegetationsinsel hat sehr viele subtropische Bäume und Sträucher zu bieten. An den Gewässern des Parks haben sich zudem über viele Jahrhunderte farbenprächtige dichte Mangrowenwälder gebildet, in denen bis heute zahlreiche seltene Pflanzen vorkommen.
Aktivitäten für Besucher
Besucher können im Park nicht nur die wunderschöne Natur mit seinen vielen Tieen und Pflanzen bewundern, sondern auch Aktivitäten wie Tauchen, Angeln oder Wandern unternehmen. Das Tauchen durch die wunderschönen Riffs und Kanäle des Biscayne Nationalparks gehört zu den beliebtesten Freizeitgestaltungen der Besucher. Tauchplätze sind überall im Park durch Bojen besonders gekennzeichnet. Hier kann man auch die Boote befestigen. Darüber hinaus gibt aber auch das Personal des Parks freundlich Auskunft. Wer durch die Gewässer tauchen möchte, sollte jedoch bereits Erfahrung im Tauchen haben.
Wer mag, kann in den Gewässern des Parks auch einmal sein Angelglück versuchen. Die Möglichkeiten einen Fisch zu angeln sind an vielen Stellen sehr gut. Wo es sich am meisten lohnt erfahren die Besucher vom Parkranger. Das Angeln selbst ist ohne Lizenz erlaubt. Man sollte sich jedoch an die Angelvorschriften von Florida halten. Innerhalb des Parks ist es darber hinaus verboten Langusten zu angeln, alle anderen Fische dürfen Besucher mitnehmen.
Wer den Nationlapark lieber zu Fuss erkunden möchte, sollte zur Insel Elliott fahren. Hier gibt es einen rund 13 km langen Wanderweg der durch den Wald und zu einigen Küstenstreifen führt. Der wunderschöne Weg beginnt auf dem Zeltplatz der Insel: Man sollte auf keinen Fall den Mückenschutz vergessen, da hier das ganze Jahr über Insekten fliegen.
Die Sehenswürdigkeiten des Parks
Die wunderschönen Korallenriffe Triumph , Long und Ajax sind die Hauptsehenswürdigkeiten im Biscayne Nationalpark. Entlang dieser Korallenriffe können Besucher neben der bunten Tierwelt unter Wasser auch einige Wracks von Schiffen bestaunen. Neben den drei großen Riffs warten auch noch zahlreiche kleinere Riffs darauf bewundert zu werden.
Wer lieber die wunderbare subtropische Natur bestauenen möchte, sollte unbedingt den 13 km langen Wanderweg auf der Insel Elliott Key besuchen. Die subtropsichen Wälder und Strände entlag des Weges laden zur Erholung ein.
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