In Deutschland ist die Einzelhandelsgruppe Aldi längst hinter Edeka, Metro und anderen eine gestandene Größe. Wenn man durch die Straßen New Yorks spaziert, wird man aber den kurzen Moment der Überraschung nicht los: Aldi! Mitten in Queens!
Wie in Deutschland tritt Aldi schlicht und einfach auf. Ohne Werbung und ohne Musik, die in dem Markt läuft, kaufen ältere Damen, Männer in Anzügen und Studenten bei Aldi ein. Ganz im Gegensatz zum weltgrößten Einzelhändler Metro hat sich Aldi nach New York City durchschlagen können.
Die Kartons liegen in dem mit bis zu 1400 Quadratmetern kleinen – im Vergleich zu den großen Märkten von Metro oder Target – Märkten genauso lieblos da wie in Deutschland. Aldi wirbt mit günstigen Preisen, nimmt nur Bargeld an, um sich nicht mit Kreditkarten und –gebühren rumschlagen zu müssen und die Einkaufswagen bereiten den amerikanischen Kunden beim ersten Einkaufen noch ein paar Probleme.
Plastiktüten kosten!
Plastiktüten kosten in den rund 1200 Filialen, die seit 1976 in den USA eröffnet wurden, etwas – ganz im Gegensatz zu Aldis Konkurrenten. Nur Pappkartons sind kostenlos. Auch auf Hilfe beim Tragen der Einkäufe zum Auto müssen die Kunden verzichten.
Doch das nehmen die Kunden in Kauf. In schwierigen Zeiten sitzt das Geld nicht mehr so locker und nachdem die Kunden sich an die „deutsche Art“ einzukaufen gewöhnt haben, können sie auch darauf verzichten. Während die Einzelhandels-Riesen ein großes Sortiment haben, beschränkt sich Aldi auf rund 1400 Produkte.
Der Umsatz steigt rapide, und die Mitarbeiter profitieren davon, indem sie krankenversichert werden. Da kommt ja fast das Gefühl eines Einkaufs in Deutschland auf!
(Foto unter CC-Lizenz von Retail Mania)