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Archive for September, 2010

Interview mit Yvonne Willner: „Wir sind die Cowboy Family aus Tombstone!“

Stell dich am besten zunächst kurz vor, wer du bist, was du machst, woher du kommst, wo du jetzt wohnst, wie alt du bist etc.

Wir sind die Wheeler-Willner Family die am 1. Juli  aus Deutschland  in die USA ausgewandert sind. In unserer Familie sind
Yasmin, 15 Jahre
Yvonne, 38 Jahre
Jack, 33 Jahre
Daisy, Hund, 4 Jahre
Paige, Hund, 4 Monate
Wir wohnen auf einer Ranch ganz nahe bei Tombstone Arizona, die im Oktober ganz neu eröffnet wird – Details unter http://www.apachespiritranch.com. Dort leben wir unseren Cowboy und Wild West Traum !

Ehepaar1

Wie ist in dir der Entschluss gereift, in die USA zu gehen? Was waren die Gründe, was der Auslöser?

Jack wollte schon immer in den USA leben. Seit er 5 Jahre alt war wollte er Cowboystiefel und sagte seiner Mama, das er in der “Wüste” leben will.  Alle haben gedacht, das sei nur ein Spaß, aber diese starke Sehnsucht ein Cowboy im wilden Westen zu sein hat nie nachgelassen und schließlich hat es ihn in die Westernstadt Pullman City in Eging am See verschlagen wo er aktiv angefangen hat, seinen Traum zu leben. Dort hat er in den ersten Wochen seine jetzige Frau Yvonne (mich) kennen gelernt, die genau so  einen verrückten Traum hatte wie er. Wir haben dann einige Jahre zusammen in der Westernstadt gearbeitet.  Bis wir Peter Stenger, den CEO und Ideengeber der Apache Spirit Ranch, kennen lernten.  Nach einigen Gesprächen und langen langen Nächten und Besuchen in Tombstone  waren wir uns einig. Wir ziehen nach Tombstone !

Yasmin , die zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt war, war nicht gerade begeistert alles hinter sich zu lassen. Aber langsam freundete auch sie sich mit dem Gedanken an. Leicht ist es ihr nicht gefallen, alle Freunde und den Rest der Familie hinter sich zu lassen.
Endlich konnten wir unseren Traum wahr machen !

Hattest du vorher schon Erfahrungen mit den USA sammeln können?

Beide, Jack und auch ich haben amerikanische bzw. kanadische Vorfahren. Mein Großvater war Texaner und vielleicht  ist deshalb auch die Sehnsucht nach diesem Land so groß. Bevor wir uns entschlossen haben, endgültig in die USA zu gehen, waren wir mehrfach dort um die Gegend, die Menschen und die Gegebenheiten besser kennen zu lernen.

Wie reagierte dein Umfeld in Deutschland auf diese Idee?

Unser Umfeld, Freunde und Familie haben durchweg positive reagiert. Aber natürlich auch sehr traurig darüber das wir weggehen. Und es ist ja doch mal nicht gleich um die Ecke. Leicht ist es uns nicht gefallen, alle zurück zu lassen. Aber was gibt man nicht alles auf um seinen Traum zu leben… Einige wenige Bekannte haben uns ausgelacht und gesagt: das schaffen die NIE ! Aber diese Personen gibt es immer, man darf nur nicht auf sie hören.

Hast du jetzt noch Verbindungen in deine alte Heimat? Bist du vielleicht sogar noch öfter dort?

Wir haben noch starke Verbindung in die alte Heimat. Unsere Familie ist dort und viele gute Freunde. Wir haben geplant, alle 2 Jahre nach Deutschland zu fliegen um diese zu besuchen. Auch werden viele unsere Freunde und auch Bekannte uns hier auf der Ranch besuchen kommen. Yasmin skyped sehr viel mit ihren Freunden. Wir telefonieren auch regelmäßig mit der gesamten Familie.

Tochter1

Wie war für dich die erste Zeit in den USA, wo waren Probleme, was lief gut?

Auch wenn es vielleicht zu schön klingt, aber die erste Zeit in den USA war einfach nur toll. Richtige Probleme gab es bisher nicht. Nur Kleinigkeiten, die schnell aus dem Weg geräumt waren. Yasmin hatte sehr große Angst vor dem ersten Schultag, den sie aber super gemeistert hat und mittlerweile ist sie begeistert ihrer Schule und von den neuen “Freunden”, die sie bereits hat.
Wir kommen hier sehr gut zurecht und fühlen uns als wären wir nach Hause gekommen. Auch mit den Menschen hier verstehen wir uns sehr gut und wir finden die Mentalität einfach toll. Hier passen wir hin!

Hast Du eine Greencard oder bist Du schon amerikanischer Staatsbürger?

Nein. Wir haben keine Greencard und sind auch keine Staatsbürger. Wir haben ein 5 Jahres Visum. Spielen aber fleißig in der American Dream Lotterie mit und haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dort eine Greencard zu gewinnen. Das würde alles perfekt machen.

Was hat Dir besonders geholfen, dich einzuleben?

Die Menschen hier vor Ort. Alle haben uns herzlichst willkommen geheißen und uns sofort in die Gemeinschaft aufgenommen. Der Start war auch sehr einfach hier, da wir eine riesige Unterstützung von Peter Stenger und der Apache Spirit Ranch hatten, die uns Wohnung etc. hier auf der Ranch zur Verfügung gestellt haben. Dafür sind wir sehr sehr dankbar und hat uns sicherlich einige Probleme erspart. Danke, Peter ! Auch spielt natürlich diese wunderschöne Landschaft eine Rolle. Diese wundervollen Sonnenaufgänge und -Untergänge möchten wir einfach nicht mehr missen.

Wie würdest du im Rückblick deine Entscheidung bewerten?

Die Entscheidung in die USA zu gehen, haben wir bisher zu keinem Zeitpunkt bereut ! Wir fühlen uns absolut am richtigen Platz.
Man weiß nie was die Zukunft bringt und wo wir noch landen werden, aber zur Zeit geht es uns hier sehr gut und wir wollen hier noch für eine lange lange Zeit bleiben. Das Arbeiten macht doppelt Spaß in so einer tollen Umgebung.

Hast du bestimmte Vorstellungen für das kommende Jahr? Möchtest du vielleicht sogar noch einmal wegziehen?

Wir haben auf jeden Fall vor hier zu bleiben. Wir erwarten und erhoffen uns ein sehr erfolgreiches nächstes Jahr und arbeiten hart dafür, das sich dieser Erfolg auch einstellt. Denn von nichts kommt nichts.

Frau auf Pferd

Gibt es weitere Dinge, die Dir wichtig sind und die Du erwähnen möchtest?

Für alle, die sich Auswandern als Ziel vorgenommen haben, können wir einen sehr guten Tipp geben: Vorbereitung ist das allerwichtigste! Man sollte die Sprache beherrschen und ein gutes Polster haben, denn es können viele unvorhersehbare Dinge passieren und nicht überall ist das soziale Netz so gut wie in Deutschland. Nichts desto trotz lohnt sich meistens der wohlüberlegte Schritt ins Ausland. Der eigene Horizont wird erweitert und wenn man es gut anpackt, hat man gute Chancen erfolgreich zu werden. Mit viel Fleiß und Durchhaltevermögen schafft man es, also nur Mut!

Yvonne, vielen Dank für das spannende Interview!

Online Video-Tipp: Die Geschichte der USA mal anders (Drunk History-Serie)

Geschichtsmuffel aufgepasst: Vielleicht nicht ganz die ergiebigste, dafür aber umso lustigere Methode, um etwas über die amerikanische Geschichte zu lernen, ist zweifelsohne Drunk History. Diese Serie an Online-Videos zeigt “leicht angeheiterte” Personen, die versuchen, historische Ereignisse der amerikanischen Geschichte wiederzugeben. Hierbei sollte man wohl das Wort “versuchen” betonen, denn die Ausführungen der Erzähler sind doch mehr ulkig als sachlich gänzlich korrekt. So könnte man meinen, dass sich die Betrunkenen ihre eigenen Versionen der Geschichte zurecht spinnen und den Zuschauer unbedingt daran teilhaben lassen wollen.

Die Geschichten werden von professionellen Schauspielern gespielt und jeweils von einem anderen Betrunkenen erzählt. Die komplette Serie und die dazugehörigen Geschichten wurden vom Comedian Darek Waters geschrieben und von Jeremy Konner produziert.

Hier geht’s zu den Drunk History-Videos.

Krasse USA-Infografik: This Is Where We Live

Ziemlich eindrucksvoll zeigt TIME.com in einer Infografik, welche Gebiete Amerikas am höchsten popularisiert sind. Anders als in Atlanten und den meisten anderen Online Maps, wird in der TIME-Grafik die Darstellung von Einwohnerzahlen einzelner Regionen durch farbige Hervorhebungen noch von dreidimensionalen Erhöhung der Fläche unterstützt.

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Durch die Neigung der Landkarte wird so ziemlich deutlich, welche Gebiete mehr, welche weniger (oder auch gar nicht) bewohnt werden. So ragen New York City, Los Angeles und Chicago wahrlich wie ein Wolkenkratzer aus dem Boden und übertreffen alles um sich herum.

Interessant ist zudem, wie die Bevölkerungsrate ab der vertikalen Mitte Amerikas schlagartig in Richtung der Westküste absinkt. Darüber hinaus ist die Grafik mit vielen wissenswerten Infos über die Bevölkerungsrate und -dichte einzelner Städte und Staaten gespickt, die per Mouseover über das jeweilige Gebiet aufgerufen werden.

Hier geht es zur schon etwas älteren interaktiven Infografik “This Is Where We Live” auf TIME.com.

Wer übrigens nicht unbedingt auf der Suche nach der Stadt mit der höchsten Einwohnerzahl ist, sich dafür aber sehr wohl für eine günstige Situation am Arbeitsmarkt, eine niedrige Kriminalitätsrate und ein reichhaltiges Freizeitangebot interessiert, findet hier noch einen Beitrag zu den Top 100 Orten zum Leben in den USA.

Interview mit Eveline Vogel: „Wir kaufen eine Firma, 2 Wochen vor der Rezession!“

Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

Heute im Interview: Eveline Vogel, kaufte kurzer Hand eine Firma für Werbung am Himmel

Stell dich am besten zunächst kurz vor, wer du bist, was du machst, woher du kommst, wo du jetzt wohnst, eventuell wie alt du bist?

Ich, Eveline Vogel, komme aus Österreich und bin 45 Jahre alt. Bis 2004 führten wir ein ganz normales Leben in Österreich. Mein Mann war IBM Manager und war Therapeutin in einem Neurologischen Hospital. Ich hatte in den letzten Jahren eine universitäre Ausbildung in Tourismus Marketing, PR, Eventplanning gemacht. Ich bin ein Mitglied des österreichischen Journalistenclubs und hier in Los Angeles dem LA Journalist Club.

Evelin und Mann

Ich bin mit meinem Mann Michael im Mai 2010 von der Karibik nach Los Angeles gezogen. Vorher leiteten wir ein kleines Hotel auf Grenada. Nach 5 Jahren, wo wir für die Gäste sprichwörtlich am Tisch getanzt haben, 24 Stunden und 7 Tage. Danach hatten wir keine Energie mehr. Dass Hotel hatte mit uns seine Blütezeit.

Mein Mann hat seit seiner Jugend einen Pilotenschein und er hat  in der Zeit, als wir in der Karibik waren, nach Wasserflugzeugen gesucht. Dabei hat er ein Werbeflugunternehmen in Amerika entdeckt, das zum Kauf angeboten wurde.

Wie ist in dir der Entschluss gereift, in die USA zu gehen? Was waren die Gründe, was der Auslöser?

Der Auslöser war, dass mein Mann und ich ein Aerial Advertising  Company in Los Angeles gekauft haben. Unser Website ist www.tomkingaerial.com. Der Eigentümer, ein Pionier in dieser Industrie, hat diese Firma vor 35 Jahren gegründet und nach seinem Tod konnte die Familie es nicht weiterführen.

Hattest du vorher schon Erfahrungen mit den USA sammeln können?

Nur bei einem 4-wöchigen Urlaub vor 15 Jahren.

Wie reagierte dein Umfeld in Österreich auf diese Idee?

Meine Freunde finden meinen kuriosen Newsletter über meine Erlebnisse hier sehr unterhaltend.

Hast du jetzt noch Verbindungen in deine alte Heimat? Bist du vielleicht sogar noch öfter dort?

Ich mache jeden Urlaub zuhause und wir telefonieren und haben sogar Skype Dinner Einladungen mit den Freunden und gehen sogar zusammen essen via Skype.

Wie war für dich die erste Zeit in den USA, wo waren Probleme, was lief gut?

Die Wirtschaftslage ist das Schwierigste, wenn man ein Werbeunternehmen hat  und die Werbebudgets sehr knapp sind. Die erste Priorität ist zu überleben als Unternehmen. Was gut lief ist dass du in schwierigen Zeiten sehr erfinderisch wirst und viel dazu lernst.

Hast du eine Greencard oder bist du schon amerikanischer Staatsbürger?

Ich habe ein Investor Visa.

Was hat dir besonders geholfen, dich einzuleben?

Dass  die Amerikaner Österreicher sehr gern haben und meinen Akzent lieben.

Wie würdest du im Rückblick deine Entscheidung bewerten?

Ich würde es in Zeiten der Rezession nicht als eine American Dream Entscheidung beschreiben, eher als eine American Geisterbahn. Wir haben ein amerikanisches Unternehmen gekauft, zwei  Wochen bevor die Rezession verkündet wurde!

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Hast du bestimmte Vorstellungen für das 2010? Möchtest du vielleicht sogar noch einmal wegziehen?

Ich arbeite daran unsere Firma über die sozialen Medien bekannt zu machen. Mein Ziel ist es, Aerial Advertising als zeitgemäßes Werbetool zu positionieren, dass in der Rezession gut eingesetzt werden kann, zum Beispiel für kleine Start-ups als innovative Werbemaßnahme.

Im Winter möchte ich auch die Werbeschulen zu einer Fortbildung einladen um Ihnen zu zeigen, wie sie mit  „Twitter in the Sky“ ein Mix von Social Media und Aerial Advertising in ihren Kampagnen einsetzen können.

Privat würde ich gerne ab und zu kleinen deutschsprachigen Reisegruppen die Schönheiten und Eigenheiten von Los Angeles näher bringen.  Gesammelt habe ich dazu schon einiges an Material für eine unterhaltsame Tour.

Eveline, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!

Crazy People in New York – was man so alles antrifft

Was man so alles antrifft in den Straßen und Pärken von New York…

Im Central Park sah ich kürzlich auf eine Frau, die ihren Spross nicht etwa im Kinderwagen umher schob, sondern kurzerhand in einen Rollkoffer gepackt hatte. Die Kleine hatte ihren Spaß daran.

Ein Daddy hatte sich einen Gurt umgeschnallt, die Kids taten es ihm gleich. Alle waren mit Spielzeugwaffen ausgerüstet und schossen sich dann gegenseitig ab. Ist das nicht ein lustiges Spiel um die Zeit mit seinen Kindern zu verbringen…? Bestellungen bitte per Mail an mich, Big Business.

Auf der Straße stehen immer wieder Leute mit einem Schild um den Hals (den geschäftigen New Yorkern im Weg) und versuchen, bestimmte Lokale oder Dienste in das Kurzzeitgedächtnis der Passanten zu hämmern. Auf der anderen (Straßen)Seite gibt es die Flyerverteiler, was meines Erachtens eine der ineffektivsten Formen der Werbung hier ist. Aus lauter Nächstenliebe lasse ich mir manchmal so ein Ding zustecken.

Wie New York von zwei Tornados lahmgelegt wurde

Wie aus dem nichts und völlig ohne Vorwarnungen bekam New York  am Donnerstag, den 17. September einen Sturm zu sehen, der innerhalb weniger Minuten die ganze Metropole lahmlegte.

Ich saß mit unserem Kater Punky am Fenster und beobachtete das Naturschauspiel. Aus einem  eigentlich ruhigen, bewölkten Nachmittag entwickelte sich ein heftiger Regen und daraus wiederum ein Gewitter im Verbund mit einem noch viel heftigeren Sturm. Das ganze war ein wenig, als würde man einer Waschmaschine von außen her beim Waschgang zuschauen: Wassermassen prasselten gegen die Fensterscheiben und ließen mich zeitweise keine 2 Meter nach draußen schauen – so etwas habe ich noch nie erlebt.

Heilfroh war ich dann, als meine Freundin endlich an die Wohnungstür klopfte. Völlig außer Atem und bachnass stand sie vor mir und berichtete von draußen. Vorbei an umgeknickten Bäumen, die auf Autos gefallen waren, und abgerissenen Stromleitungen, hatte sie den Weg von der Subway Station nach Hause im Sprint zurückgelegt – wie ich später hörte, war die Metro an diesem Abend das einzige öffentliche Verkehrsmittel, das nicht vom Sturm lahmgelegt wurde.

Aber erst am nächsten Tag wurde ich dann von den Nachrichten in meiner Vermutung bestätigt: Zwei Tornados suchten am Vorabend die Stadtbezirke Brooklyn und Queens heim. Tagelang waren die Aufräumarbeiten im Gang und noch immer erinnern an den Stümpfen abgeknickte Bäume an diesen Donnerstag Abend.

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Interview mit Chris Angermann: “Der Hund ass meine Hausaufgaben.”

Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

Heute im Interview: Chris Angermann erobert als Fünfjähriger Amerika!

Stell dich am besten zunächst kurz vor, wer du bist, was du machst, woher du kommst, wo du jetzt wohnst, eventuell wie alt du bist

My name is Chris Angermann. I come from Coburg, Germany, the small town in Franconia that provided Queen Victoria with a husband (Prince Albert was the second son of the duke and had to seek fame and fortune elsewhere – didn’t to badly for a local boy). I spent 20 years as a professional theater director, putting on shows in regional theaters along the East coast and in New Yokr before segueing into book-making – editing, ghostwriting and producing books. I now live in Sarasota, Florida.

Wie ist in dir der Entschluss gereift, in die USA zu gehen? Was waren die Gründe, was der Auslöser?

It wasn’t really my decision. My mother had emigrated 5 years earlier, and when she settled and remarried (I knew her new husband because he had been stationed in Bamberg when he was in the U.S. Army), she brought me over. I was still a minor – 12 years old when I arrived here.

Hattest du vorher schon Erfahrungen mit den USA sammeln können?

Only what I saw on television – Westerns and „Spin and Marty“ and the occasional news program. Plus, I was an avid reader of „Mickey Mouse,“ the Disney magazine, which had articles on life in America.

Wie reagierte dein Umfeld in Deutschland auf diese Idee?

My school teachers must have gotten all their info from American gangster movies, because when they heard that I was moving to Chicago, they all warned me to watch out for tough guys carrying violin cases because of the machine guns inside – and they were serious!

Hast du jetzt noch Verbindungen in deine alte Heimat? Bist du vielleicht sogar noch öfter dort?

I have cousins in Coburg and inlaws in Stuttgart, as well as a number of friends in Switzerland. I haven’t been back often enough in the last decade – I used to visit more often. So much to do, so little time.

Wie war für dich die erste Zeit in den USA, wo waren Probleme, was lief gut?

I spoke no English when I arrived. My mother taught me a sentence phonetically, „Pardon me, I did not understand, my English isn’t good enough.“ That worked for most situation for the next two years, especially in school – a much better excuse than: My dog ate my homework.“

Hast Du eine Greencard oder bist Du schon amerikanischer Staastsbürger?

Because I was still a minor, I became an American citizen automatically when my mother became a citizen.

Was hat Dir besonders geholfen, dich einzuleben?

As a kid in school, I made friends through sports and after school activities – especially the drama club. I worked hard to fit in and become an American. In my twenties I went back to Germany a lot to try to get a better handle on my roots. The theater is a great place to fit in when you feel like an outsider – everyone else fells the same way. Edward Hall’s books on cultural differences in space and time preception among Americans, Germans, French and Japanese were a great help, too.

Wie würdest du im Rückblick deine Entscheidung bewerten?

I have lived her for more than 40 years now. If I hadn’t come to this country, I would not have become a writer, nor had the wonderful family I have now, so it was a great move.

Hast du bestimmte Vorstellungen für das 2010? Möchtest du vielleicht sogar noch einmal wegziehen?

I got the Wanderlust out of my system when I was a freelance theater director. At this point I would want to move only for a good reason. I plan to get more books published, including one where I appear as the author.

Chris, danke für das Interview!

Körperkontakt im öffentlichen Verkehr

Ich war wieder mal mit dem Bus unterwegs. “Please do not talk to operator while bus is in motion.”, hiess es. Doch der Chauffeur hielt sich nicht daran und kam mit mir ins Gespräch. Er musterte gerade die Velofahrerin, welche mit einer Hand waghalsig durch den Verkehr manövrierte und mit der anderen versuchte eine SMS zu texten.

Ich wollte wissen, was denn das Verückteste gewesen sei, was er so erlebe. Er schmunzelte, und zwinkerte mir zu, dass er des Nachts manche Leute davon abhalten müsse, den Bus mit dem Schlafzimmer zu verwechseln.

Der Platz im Bus ist manchmal beschränkt, und selbstverständlich boten wir unsere Plätze den älteren Herrschaften an. Doch nein, das kam gar nicht in Frage. Lieber stehen und sich die Haxen brechen beim nächsten Vollstop.

Der Unterschied von der Subway zum Bus ist augenfällig. Im Bus rumpelt es, wird telefoniert, gequasselt etc. Wer in der Stadt unterwegs ist und ein kleines Erdbeben spürt muss keine Angst haben, es ist nur die Subway, die unterhalb durchbraust.

Das Handy funktioniert übrigens überhaupt nicht im Untergrund, und in der Subway ist es einiges ruhiger als im Bus – viele sind in ihrer eigenen Welt, im Buch oder iPod versunken. In der Schweiz sind die Züge ja mit Gratiszeitungen geflutet… dies ist hier fast gar nicht der Fall, erstaunlicherweise.

Was mich immer wieder aufs Neue fasziniert sind die Leute, die man im “Public transport” antrifft. Da kann der Penner neben dem Business Man sitzen und einen Dollar erschnorren, das Model den Touristen die richtige Station zum Aussteigen raussuchen, der Maler dem Barde mit Gitarre seine Business Karte zustecken, und ich mit dem Schweizer Paar einen Schwatz halten.

Das Interessante am Bus ist auch, dass man etwas von der Stadt sieht, bei der Subway sind es bloss immer ähnlich aussehenden Stationen und ein paar Ratten. Ach ja, und wer dringend Körperkontakt sucht hat kein Problem – einfach während der “Rush hour” die Subway nutzen… kostet nur 2 Dollar, egal wie weit und wie lange man fährt.

Food, Food, Food – Insider Tipps für Manhattan

Die Locals wissen ja meist, wo die feinen Spelunken sind. Ich durfte wählen und entschied mich für einen Lunch im Moustache Pitza im West Village – mein Falafel Teller war lecker. Hier ein paar weitere Tipps für hungrige Mäuler!

West Village:

Tribeca:

Central Park:

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