San Franciscos Abfallsystem in Zürich? Eher nicht.
In San Francisco werden heute bereits fast drei Viertel der Abfälle wiederverwertet, in Zürich sei es nicht mal die Hälfte. Deshalb soll das Abfallentsorgungskonzept aus der Hippie-Metropole nun auch für die Zürcher geprüft werden, forderte kürzlich ein Fachmann im Tagi.
Das Konzept nach amerikanischem Vorbild hört sich gut an: Vor jedem Haus stehen in San Francisco drei Container – einer für Kompost, einer für Recycling und einer für nicht recyclebaren Abfall. Dieses System macht die Trennung des Mülls einfach und nachvollziehbar – die Detailsortierung erfolgt dann in der Verwertungsanlage.
Es gebe zwar noch offene Fragen hinsichtlich der Energiebilanz und der Nutzung der aktuellen Verbrennungsanlagen, sagt der im Tagi zitierte Fachmann. „Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis Abfälle auch in der Schweiz über Sortierungsanlagen anstatt Verbrennungsanlagen entsorgt werden!“
Sind uns die Amerikaner also wieder mal voraus? Im Gespräch mit Dr. Michael Schuppenhauer, Projektentwickler für alternative Energieprojekte in Kalifornien, lerne ich eine andere Sicht kennen. „Was auf den ersten Blick attraktiv tönt, bringt einen Haufen Probleme mit sich. Die Müllsortierung benötigt viel manuelle Arbeit, die in Kalifornien von Angestellten zum Minimalstundenlohn von 8 Dollar gemacht wird! Man muss bei diesen Überlegungen die ganze Wertschöpfungskette der Abfallentsorgung und der ökonomischen Auswirkungen betrachten: Wenn Sie vom Flughafen San Francisco her unterwegs sind, gönnen Sie sich eine frische Brise von der Abfallsortieranlage – aber passen Sie dabei auf, dass Sie nicht über die toten Vögel auf der Strasse fahren…“.
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Mein Name ist Reto Stuber, ich bin 1978 in der Schweiz geboren und lebe heute in New York. Ich hatte das große Glück, eine Greencard zu gewinnen und bin dadurch meinen "American Dream" auf die Spur gekommen. Mein Motto lautet: „Destiny is not a matter of chance, it is a thing to be achieved.“ –
„Das Schicksal ist nicht eine Sache des Zufalls, es ist eine Sache, die erreicht werden kann.“
William Jennings Bryan (1860-1925)
