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Interview mit Robert Stapf: „Mir fiel das Leben in den USA einfach in den Schoss!“

Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

Heute im Interview: Robert Stapf, Vice President bei drom fragrances in New York

Stell dich am besten zunächst kurz vor, wer du bist, was du machst, woher du kommst, wo du jetzt wohnst, eventuell wie alt du bist.

Mein Name ist Robert Stapf, geboren in Offenburg (Baden). Ich wohne jetzt seit 2003 in NYC und bin 35 Jahre alt.

Robert Stapf

Wie ist in dir der Entschluss gereift, in die USA zu gehen? Was waren die Gründe, was der Auslöser?

Während meines Studiums habe ich ein 2-monatiges Praktikum bei Gruner+Jahr in NYC gemacht.  Der Big Apple hat mich schwer begeistert, und ich habe mir vorgenommen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, mal in New York zu arbeiten. Als mein derzeitiger Arbeitgeber mir dann eine Stelle hier angeboten hat, war das ein No-Brainer.

Wie reagierte dein Umfeld in Deutschland auf diese Idee?

Meine Eltern waren natürlich etwas skeptisch, vor allem meine Mutter. Mein Vater ist selbst jahrelang im Ausland gewesen (Italien), aber meine Mutter wollte mich natürlich nicht einen Ozean weit entfernt haben…

Hast du jetzt noch Verbindungen in deine alte Heimat? Bist du vielleicht sogar noch öfter dort?

Ich bin 1-2 mal im Jahr dort, da die Zentrale meines Arbeitgebers in München ist und ich dort Termine habe. Ansonsten zeige ich meiner amerikanischen Freundin gerne meine Heimat.

Wie war für dich die erste Zeit in den USA, wo waren Probleme, was lief gut?

Die amerikanische Bürokratie. Ich vergleiche diese gerne mit den deutschen Amtsstuben. In Deutschland sind kompetente Sachbearbeiter/Beamte am Werk, die einfach keine Motivation haben, etwas für dich zu tun. In den USA sind hilfsbereite Sacharbeiter am Werk, die leider völlig inkompetent sind. Ansonsten lief alles ziemlich reibungslos.

Hast du eine Greencard oder bist du schon amerikanischer Staatsbürger?

Seit 3 Wochen habe ich eine Greencard!

Was hat dir besonders geholfen, dich einzuleben?

Ich spiele Feldhockey und habe in einen Sportverein sehr schnell Anschluss gefunden. Das war sehr wichtig für mein soziales Umfeld. Selbst jetzt, 9 Jahre später, sind die meisten meiner Freunde aus dem Hockeybereich.

Wie würdest du im Rückblick deine Entscheidung bewerten?

Ein Glücksfall. Ich kenne viele, die hätten Ihren Arm dafür gegeben, 15 Monate nach dem Studienende einen Arbeitgeber zu finden, der den USA Aufenthalt sponsert. Mir fiel das in den Schoss und ich habe natürlich „Ja“ gesagt.

Möchtest du noch weiter ziehen?

Ich habe ja nun seit ein paar Wochen die GreenCard und bin gerade dabei, eine Wohnung zu kaufen. Das ist also ein ziemliches Committment.

Robert, danke für das Interview!

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