Fallen lassen, Auffangen – das gilt leider nicht für alle
Ich war unterwegs zur A.I.R. Gallery, mit Zeitdruck im Nacken um pünktlich meine Liebste zu treffen. Die Gallery liegt direkt am Fusse zwischen Manhattan und Brooklyn Bridge im Dumbo District.
Ich zog auf dem Weg dahin den Bus der Subway vor, dafür verpasste ich die richtige Station zum Aussteigen und hatte dann an der Endstation einen entsprechenden Fussmarsch retour vor mir – welchen ich auch wacker in Angriff. Ich kämpfte mich durch die Menschenmassen über die Manhattan Brücke und pirschte vorwärts, die Front Street 111 war mein Ziel.
Dort wartete die A.I.R. Gallery auf mich und hatte verschiedenste Kunstwerke im Angebot, von Fotografien über abstrakte Bilder bis hin zu Installationen und Comics.
Hunderte meist junger Leute hatten den Weg dahin vor mir gefunden und drängelten sich in den Räumen, es war warm, laut und “uplifting”. Ich tourte durch die verschiedenen Stile und fand, dass Kunst etwas Schönes ist.
Nach diesem Intermezzo machten wir uns auf den Weg zum Auto. Auf dem Weg dahin krächzte eine Stimme liebenswürdig hinter uns, “Nice dress, lady” (dies galt offensichtlich nicht mir, ich konnte aber zustimmen) – was mein Liebste mit einem Blick zurück und einem “Thank you” quittierte.
Ein paar Schritte weiter wartete schon der schmierige Dealer auf die Stimme, um den nächsten Express ins Reich der trostlosen Träume abzudrücken. Mel brachte es auf den Punkt. “Heroine is such a bitch, man.”
Tags: American way of life, Art, New York

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