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Interview mit Dagmar Finch: „Als ich bis zum Hals in Hühnerfett stand, kam mir meine Geschäftsidee!“ (Teil 2)

Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.

Heute im Interview: Dagmar Finch, Inhaberin von „Peoplefood for dogs“. Den ersten Teil des Interviews gibt es hier.

Durch die Geburt Deiner Nichte bist Du nach New Jersey gekommen, jetzt hast Du, angeregt durch Deine eigenen Hunde, ein Geschäft für Hundefutter in Virginia. Wieso bist Du überhaupt von New Jersey weggezogen?

Eines Tages wurde mein Schwager eingeladen, für eine Woche nach Virginia jagen zu gehen. Als er zurückkam, konnte er über nichts anderes reden. Also wollten meine Schwester und er für eine Woche dorthin in den Urlaub fahren. Nach zwei Wochen kamen sie zurück – und hatten ein Haus gekauft.

Sie hatten ein Haus gekauft? Waren Sie denn nicht in New Jersey verankert?

Genau. Sie hatten ein Kind in der Schule, mein Schwager hatte ein gutes Geschäft, meine Schwester hatte einen sehr guten Job, das ging dann nicht von heute auf morgen mit dem Umzug. Ich hatte nur zwei Hunde und sonst nichts. So habe ich das neue Haus gemietet. Ich habe meinen alten Omnibus vollgepackt, mit zwei Hunden, fünf Hermit-Krabben, ein paar Pflanzen, die Mikrowelle aufs Dach gebunden und losgefahren. Ich hatte genaue Anweisungen, wo ich das Haus finden würde. Wir sind gut angekommen, und das große Lernen begann.

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Das große Lernen?

Ja. Die Hunde hatten zum Beispiel noch nie in ihrem Leben eine Kuh gesehen. Jetzt gehörten Kühe zu unseren Nachbarn, denn da war kein Haus weit und breit. Die einen „Nachbarn“ waren 1 km, die anderen 5 km entfernt!

Und wie sind sie damit klargekommen?

Es war spät, als wir ankamen, und wir hatten nicht viel Zeit, um uns umzusehen. Am nächsten Tag sind wir spazieren gegangen. Da war diese Wiese und wir sind den Hügel runter gelaufen. Am Ende war ein Zaun, überwachsen mit Büschen und so weiter. Meine kleine Taffy hatte immer ihre Nase vor allen anderen. Auf einmal fing sie an zu bellen, nach dem Motto: “Da hat sich was bewegt, seht ihr das! Komm her, da hat sich was bewegt!”

Sie rannte ein bisschen, aber immer mit dem Kopf über der Schulter, um zu sehen ob Buddy kommt, um sie zu beschützen. Mein Buddy war ein Boxer-Shepherd Mischling und Taffys Beschützer. Als sie beide an dem Zaun ankamen, stand da ein großer schwarzer Berg von einem Bullen. Die Zwei haben sich so erschreckt, dass sie binnen weniger Sekunden winselnd um meine Füße strichen.

Der letzte Teil des Interviews wird in den nächsten Tagen veröffentlicht, am besten den RSS-Feed abonnieren und nichts mehr verpassen!

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