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Interview mit Beate Chelette: “Ich wollte etwas durchziehen, was andere sich nur in ihren Träumen vorstellen. Und ich tat es!”

Reto Stuber interviewt Persönlichkeiten aus Deutschland, die den Weg nach Amerika gemacht haben.
Heute im Interview: Beate Chelette, Chefin von Photography Business Secrets.

Beate, stell Dich am besten zunächst kurz vor.

Mein Name ist Beate Chelette und ich lebe in Los Angeles. Vor über zwanzig Jahren, genauer gesagt am 2. April 1989, bin ich von München nach Amerika ausgewandert. Zuerst wollte ich nur ein Jahr bleiben aber dann hat es mir so gut gefallen, dass ich nicht mehr zurück wollte. Ich bin Mitte vierzig, allein erziehende Mutter und Unternehmerin. Seit 1993 bin ich selbstständig tätig und arbeite in der Fotoindustrie.

Wie ist in Dir der Entschluss gereift, in die USA zu gehen? Was waren die Gründe, was der Auslöser?

Mit 23 war ich bereits Bildredakteurin bei der deutschen Elle. Damals habe ich habe mir die Frage gestellt – was kommt als Nächstes?

Ich konnte mir nicht vorstellen bereits mit 23 zu wissen, was ich für den Rest meines Lebens machen werde. Eines wusste ich ganz bestimmt, ich wollte nicht im gleichen Job für die nächsten 40 Jahre bleiben. Ich wollte etwas Spannendes machen, ein Abenteuer erleben, etwas tun, was man sich eben so ausdenkt, aber dann nie den Mut hat es zu machen.

Dann dachte ich: “Ich gehe nach Amerika”. Als dieser Entschluss gefallen war, habe ich meine Sachen gepackt, meine Wohnung untervermietet und bin gerade mal sechs Wochen später kurzerhand ausgewandert.

Artikelbild Beate Chelette 1

Beate Chelette mit Jack Canfield

Hattest Du vorher schon Erfahrungen mit den USA sammeln können?

Ich hatte die USA zweimal vorher besucht. Den ersten Trip habe ich alleine unternommen – mit einem Stand-by Ticket, das mir erlaubte in 5 verschiedene Städte zu fliegen.

So bin ich nach New York, Los Angeles, San Francisco, Fayettville (da lebte meine Cousine) und Las Vegas geflogen. Der zweite Trip war mit einer guten Freundin nach Los Angeles, Miami und Key West. Ich habe dieses Land von Beginn weg geliebt.

Wie reagierte Dein Umfeld in Deutschland auf diese Idee?

Glücklicherweise war mein Vater mein größter Fan. Er bat mich, keinen überstürzten Entscheid zu treffen, bis er in München sei und wir gesprochen haben. Zwei Tage später war er da. Nachdem wir das alles durchgekaut hatten, sagte er: “Du bist wahnsinnig so einen Job aufzugeben, andere Leute würden sich die Finger lecken so was zu machen. Aber, ich verstehe Dich – geh! Meine Freunde waren sehr motivierend. Der Rest meiner Familie dachte, es sei wieder einmal eine meiner verrückten Ideen.

Beate Chelette in Gesellschaft

Beate Chelette in Gesellschaft

Hast Du jetzt noch Verbindungen in Deine alte Heimat? Bist Du vielleicht sogar noch öfter dort?

Bis mein Vater vor sechs Jahren von uns gegangen ist, war ich jedes Jahr in Deutschland. Mittlerweile fliege ich so alle zwei Jahre hin. Meine Schwester und mein Bruder, beide mit zwei Kindern, und meine Mutter leben alle in der Umgebung von München. Freunde habe ich immer noch, glücklicherweise wird es durch LinkedIn, Facebook und Skype immer einfacher in Kontakt zu bleiben.

Du bist ja in einer Zeit ausgewandert, als die politische Welt sich sehr verändert hat, gerade auch Deutschland. Hat das in Deinem Leben eine Rolle gespielt?

Leider bekommt man in Amerika nicht so viel mit, was genau in Deutschland passiert. Politische Dinge beeinflussen meine Entscheidungen aber auch nicht.

Wie hat sich Dein Geschäft entwickelt, welche Krisen gab es, welche guten Zeiten?

Wie viel Zeit habe ich um diese Frage zu beantworten? (lacht) Ich liebe das Business, und es liebt mich. Das klingt so einfach und ist es heute auch für mich.

2006 habe ich mein Unternehmen, dass sich mit Foto Lizenzen und Celebrity@home Geschichten einen weltweiten Namen gemacht hatte, an Corbis für viel Geld verkauft. Corbis ist die zweitgrößte Stockphoto-Agentur der Welt und gehört Bill Gates.

Angefangen habe ich 1993 als Unternehmerin, als ich Beate Works gegründet habe. Innerhalb kurzer Zeit produzierte ich für viele deutsche Kunden wie Levis, Homeboy, New Yorker, Wrangler und BMW. Ich hatte ebenfalls eine Reihe von Fotografen, die sich auch alle ganz gut machten.

Aber … Ich kann mich gut an schlechtere Zeiten erinnern. Kaum hatte ich die Firma aufgemacht kam das große Erdbeben 1994. Keiner ist mehr in den Flieger eingestiegen, um hier zu produzieren. Das war eine harte Zeit und oft habe ich gedacht es geht nicht weiter. Die Scheidung war sehr hart und ein Kind ohne Familie wirklich ganz alleine großzuziehen ist nicht einfach.

Dann ging es wieder eine Weile ganz gut, dann passierte wieder etwas. Ein gut verdienender Fotograf hat den Vertrag gekündigt, also wieder von vorne anfangen. Am schlimmsten war es, als meine Angestellte einem Fotografen etwas zu nahe kam und die beiden sich ausdachten, wie sie mir meine Firma klauen konnten. Das haben sie auch versucht und ich musste beide wegen Veruntreuung verklagen.

Kaum dachte ich, dass es mit diesem Drama vorbei war, kam der 11. September. Nun war wieder nichts mit Produktionen. So habe ich Repräsentanz und Produktion an den Nagel gehängt und habe mir etwas Neues ausgedacht.

Das Projekt war eine Stockagentur für Innenarchitektur, Architektur und „besser Leben“ Fotos und auch Celebrity@home Geschichten. Das ging sehr gut, bis mir das Geld ausging. In meiner Verzweiflung habe ich einen Brief an Präsident Bush geschickt. Als mir das White House geantwortet hat, bin ich natürlich prompt vom Stuhl gefallen. Das Weiße Haus hat mich mit der SBA (Small Business Administration) in Verbindung gebracht.

Nach meinem Meeting mit dem Deputy Director Lorenzo Flores sah ich wieder Licht am Ende des Tunnels. Mein Business Plan bekam mithilfe der SBA vier Monate später eine Finanzierung und nach einer Umstrukturierung meiner Schulden waren wir innerhalb von drei Monaten profitabel und zwei Jahre später habe ich alles verkauft.

Nach einer Pause und einem missglückten Ruhestand Versuch habe ich eine neue Firma ins Leben gerufen. Photography Business Secrets hilft weltweit Fotografen und Repräsentanten, das Business hinter der Kunst des Fotografierens zu verstehen. Wenn man es einmal gemacht hat und weiß, wie es geht, kann man es immer wieder rausholen. Das bringe ich nun anderen bei, indem ich Coaching, Consulting und Teleseminare anbiete. Ich habe Fotografen von Neuseeland bis Norwegen die meine Kurse belegen.

Beate Chelette Artikelbild 2
Wow, das ist wirklich eine amerikanische Erfolgsstory wie aus dem Bilderbuch! Wie bewertest du deine Entscheidung, auszuwandern, und dein Leben in den Staaten rückblickend? Würdest du etwas anders machen?

Bereut habe ich es nie. Den amerikanischen Traum (den ich in der Tat lebe) gibt es nur hier. Die freie Wirtschaft, die Unterstützung von neuen Ideen, die innovativen Menschen hier, das gibt es nur hier und – ich liebe es alles.

Was ich anders machen würde, ist einfach: Ich habe zu schnell geheiratet. Da hätte ich mir mal etwas mehr Zeit lassen sollen. Hier in Amerika gibt es viele Menschen, die mehr Schein als Sein sind, da muss man etwas vorsichtig sein. Ich habe das auf die harte Weise gelernt.

Wem würdest du empfehlen, auch in die USA zu gehen?

Wenn einer einen guten Kopf auf den Schultern hat und zulangen kann, kann er was aus sich machen. In den USA ist es nicht so wichtig, was Du gestern gemacht hast, sondern was Du heute machst.

Wer einen Traum hat, wer bereit ist diesen umsetzen und hart zu arbeiten, der hat hier Erfolg. Der amerikanische Traum ist machbar, aber es ist richtig viel Arbeit. Von alleine geht es nicht. Hier kümmert sich keiner um Dich, das musst Du selbst auf die Beine stellen. Das sehe ich aber als großen Vorteil, den viele können das nicht, oder geben zu früh auf.

Was sind Deine Pläne für 2010?

Meine Tochter Gina ist dieses Jahr mit der Highschool fertig und wird im Herbst aufs College gehen. Wahrscheinlich nach New York. Damit sind wir ziemlich beschäftigt und es ist auf mehreren Ebenen. Mein Photography Business Secrets Unternehmen fängt bereits an, ganz gut zu laufen. Ich habe mehrere Möglichkeiten als professionelle Sprecherin bei Veranstaltungen aufzutreten. Im Juni spreche ich zum Beispiel auf der Cepic Konferenz in Dublin.

Beate Chelette mit ihrer Tochter

Beate Chelette mit ihrer Tochter

Mein Blog http://Photosecrets.Wordpress.com ist bereits in den Top 100 weltweiten Fotografie Blogs gelistet. Im Sommer geht es nach Deutschland und Österreich in die Ferien. Ich versuche nun, eine gute Balance im Leben zu finden. Ich will ein bisschen mehr Spaß haben und Sachen machen, die für mich wichtig sind.

Beate, vielen Dank für das Interview – und weiterhin viel Erfolg!

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