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Archive for Januar, 2010

Museen in New York – diese müssen Sie gesehen haben (Teil 3): die andere Kunst

Im Teil 1 der Serie habe ich die bekannten Kunstmuseen MOMA, MET und Guggenheim vorgestellt – doch gerade so reiz- und liebvoll unterhalten sind die folgenden weniger bekannten Venues!

P.S.1

http://ps1.org/

Was es ist:

P.S. 1 (Public School 1) zeigt jährlich um die 50 verschiedenen Ausstellungen. Dabei geht es um unterschiedliche Themen der Kunst. Das Museum existiert seit 1971, zu dieser Zeit war es jedoch noch ein Kunstinstitut.

Was es kostet:

Die Eintrittspreise sind auf freiwilliger Basis und lediglich ein Vorschlag des Museums.

Erwachsene: 5$

Studenten: 2$

Senioren ab 65: 2$

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum ist eine Außenstelle des MOMA. Dessen Mitgliedern wird ein freier Eintritt vorgeschlagen.

PS1

“whitehole of doom” von Diego Cupolo unter der CC Lizenz

Noguchi Museum

http://www.noguchi.org/

Was es ist:

Das 1985 eröffnete Noguchi Museum zeigt eine große Sammlung von verschiedenen Werken und Skulpturen Isamu Noguchis. Diese beinhaltet neben Stücken aus Holz oder Metall auch Fotografien.

Was es kostet:

Erwachsene: 10$

Studenten: 5$

Senioren ab 65: 5$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Gegenüber dem Museum befindet sich der Socrates Sculpture Parc.

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 75$ an. Mitglieder erhalten neben dem freien Eintritt auch weitere Vergünstigungen.

NoguchiSculpture

“dogbite” von aprilskiver unter der CC Lizenz

Whitney Museum of Art

http://www.whitney.org/

Was es ist:

Die Whitneys Sammlung umfasst rund 18.000 Kunststücke. Das Museum stellt viele dieser Werke aus. Bei den Stücken handelt es sich um Stilrichtungen und Kunsttypen aller Art. Von gemalten Bildern bis zu Skulpturen und Filmen.

Was es kostet:

Erwachsene: 18$

Studenten: 12$

Senioren ab 62: 12$

Jugendliche bis 25 12$

Kinder bis 18: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Freitags am Abend kann der Besucher selbst entscheiden, wie viel Eintritt er zahlen möchte.

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 75$ an. Mitglieder erhalten freien Eintritt und weiter Vergünstigungen.

WhitneyMuseum

“whitney museum” von mishmoshimoshi unter der CC Lizenz

Rubin Museum of Art

http://www.rmanyc.org/

Was es ist:

Das Rubin Art Museum zeigt Kunststücke aus dem Himalaja und den umliegenden Gebieten. Dabei handelt es sich um moderne, aber auch historische Werke. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Stockwerke.

Was es kostet:

Erwachsene: 10$

Studenten: 7$

Senioren: 7$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 55$ an. Mitglieder erhalten neben dem freien Eintritt weitere Vergünstigungen.

RubinMuseumOfArt

“IMG_2726″ von priceyeah unter der CC Lizenz

Museen in New York – diese müssen Sie gesehen haben (Teil 2): Gesellschaft

Nachdem wir im 1. Teil die bekannten Kunstmuseen in New York City betrachtet haben, geht es in diesem Teil um Museen, die sich der Gesellschaft und Historie widmen. Ausdrucken, mitnehmen und viel Spass beim Erkunden!

Natural Museum of American History

http://www.amnh.org/

Was es ist:

Das Natural Museum of American History stellt wissenschaftliche Stücke zur Naturgeschichte und modernen Naturwissenschaften aus. Von verschiedenen Tieren über physikalische Phänomene bis hinzu fremden Kulturen lässt sich hier einiges entdecken. Ob Dinosaurier oder Schmetterling: Das Museum möchte begeistern, vermitteln und bilden.

Was es kostet:

Erwachsene 16$

Studenten 12$

Senioren: 12$

Kinder: 9$

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Vielzahl an zusätzlichen, kostenpflichtigen Ausstellungen an.

Es wird eine Mitgliedschaft für 70$ (sowie alternative Tarife) angeboten. Mitglieder können kostenlos ins Museum und kommen in den Genuss weiterer Vorzüge.

MuesumOfNationalHistoryDinosaurSkeleton

“2008-04-05 04-06 New York 159 Museum of Natural History” von Allie Caulfield unter der CC Lizenz

National Museum of the American Indian

http://www.nmai.si.edu/

Was es ist:

Das National Museum of the American Indian hat mehrere Außenstellen in verschiedenen amerikanischen Städten. Gezeigt wird das Leben der amerikanischen Ureinwohner. Das New Yorker Museum wurde 1994 eröffnet und bietet wechselnde Ausstellungen.

Was es kostet:

Der Eintritt in das Museum ist frei.

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft ab 25$ an. Mitglieder erhalten unter anderem die museumseigene Zeitschrift im Abonnement.

TheAmericanIndianByFritzScholder

“Fritz Scholder” von dbking unter der CC Lizenz

Jewish Museum

http://www.thejewishmuseum.org/index.php

Was es ist:

Das Jewish Museum wurde 1904 gegründet und vermittelt Eindrücke und Wissen über das jüdische Leben, insbesondere in Amerika. Dazu werden Stücke aus der gesamten, 4000-jährigen Geschichte des Judentums ausgestellt. Es veranstaltet darüber hinaus regelmäßige Events wie etwa Filmfestivals.

Was es kostet:

Erwachsene: 12$

Studenten: 7,50$

Senioren ab 65: 10$

Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Samstags ist der Eintritt frei.

Das Jewish Museum bietet eine Mitgliedschaft für 75$ (verschiedene Tarife) an. Mitglieder erhalten kostenlosen Eintritt und weitere Vergünstigungen.

Earth Room

http://www.diaart.org/sites/main/earthroom

Was es ist:

Bei diesem Museum handelt es sich um die Earth Room-Skulptur des minimalistischen Künstlers Walter De Maria.

Was es kostet:

Der Eintritt in das Museum ist frei.

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Walter De Maria hat unter anderem auch in Deutschland gearbeitet.

Tenement Museum

http://www.tenement.org/

Was es ist:

Das Tenement Museum zeigt die Geschichte von Immigranten, die nach New York gekommen sind. Dabei geht es den Betreibern um die Vermittlung von Wissen, aber auch um Respekt und Toleranz. In geführten Touren lernen die Besucher das Leben der Einwanderer im 19. und frühen 20. Jahrhundert kennen.

Was es kostet:

Erwachsene: 20$

Studenten: 15$

Senioren ab 65: 15$

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Museum bietet eine Mitgliedschaft für 55$ an. Mitglieder erhalten kostenlosen Eintritt sowie einige Vergünstigungen.

Sex Museum

http://www.museumofsex.com/

Was es ist:

Das Sex Museum ist vergleichsweise jung und wurde erst 2002 eröffnet. Es bietet wechselnde Ausstellungen zum Thema Sex und Sexualität an. Dabei geht es in erster Linie um ästhetische, aber auch humorvolle Darstellungen, etwa in der Kunst.

Was es kostet:

Erwachsene: 14,50$ exklusive Steuern

Studenten: 13,50$ exklusive Steuern

Senioren ab 65: 13,50$ exklusive Steuern

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Der Eintritt ist erst ab 18 Jahren.

MuseumOfSex

“Sex Museum” von foxypar4 unter der CC Lizenz

Museen in New York – diese müssen Sie gesehen haben (Teil 1)

Alle paar Wochen sind Bekannte (oder Bekannte von Bekannten) in New York, und ich freue mich stets auf bereichernde Gespräche und ein paar Schweizer Kartoffelchips, Honig oder – wer hätte das gedacht – Schokolade! Dies soll aber kein Wunschzettel an die kommende Besucherschaft werden, sondern vielmehr eine Hilfestellung!

Hilfe, es gibt so viel zu sehen – rennen wir los!

Kaum ist der Fuss auf den New Yorker Boden gesetzt, da geht sie auch schon los: die Rennerei von einer Attraktion zur nächsten. Und das aus gutem Grund, kompakt auf einem Haufen finden sich unzählige Museen und Kunstschauplätze jeder Couleur. Natürlich gibt es eine Handvoll weltbekannter Orte, die in jedem Reiseführer aufgelistet sind. Daneben finden sich aber auch unzählige versteckte, zum Teil ungeschliffene Diamanten.

So habe ich diese mal recherchiert um dem New Yorker Tourist eine Übersicht der Sehenswürdigkeiten zu bieten. In dieser Serie finden Sie die bekanntesten, schönsten, skurrilsten und geheimsten Museen in New York.

Der erste Teil der Museums-Serie widmet sich den bekanntesten Kunstmuseen in New York!

Museum of Modern Art MOMA

http://www.moma.org/

Was es ist:

Das MOMA ist das führende Museum für moderne Kunst in der Welt: 1929 gegründet umfasst es mittlerweile rund 150.000 Werke, beginnend ab 1880. Dabei gibt es sowohl traditionelle Medienformen wie Zeichnungen oder Gemälde als auch neue Formen wie Videos und Fotos. Die Ausstellung erstreckt sich dabei über fünf Stockwerke.

Was es kostet:

Erwachsene: 20$
Studenten: 12$
Senioren ab 65:16$
Kinder bis 16: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Regelmäßig gibt es Sonderausstellungen, die kostenpflichtig sind. Informationen dazu gibt es auf der Homepage. Dafür ist freitags zwischen 16 und 20 Uhr der Museumsbesuch für jeden Interessierten kostenfrei. Darüber hinaus bietet das MOMA eine Mitgliedschaft für 75$ (60$ oder 50$ ermäßigt) im Jahr an. Als Mitglied ist der Eintritt frei, zusätzlich gibt es regelmäßig spezielle Veranstaltungen und weitere Vergünstigungen.

Exterior Reflection MOMA Museum of Modern Art

“Exterior Reflection, MOMA, New York City” von Tony the Misfit unter der CC Lizenz

Guggenheim Musuem

http://www.guggenheim.org/

Was es ist:

1959 gegründet ist das Guggenheim-Museum nach seinem Gründungsvater Salomon Guggenheim benannt. Dieser hatte privat Kunstobjekte gesammelt und wollte sie nun der Öffentlichkeit im großen Stil zugänglich machen. Durch Schenkungen und Ankäufe beinhaltet das Museum mittlerweile eine Reihe von ständigen Ausstellungen.

Was es kostet:

Erwachsene: 18$
Studenten: 15$
Senioren ab 65: 15$
Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das Guggenheim-Museum bietet für 75$ (neben verschiedenen Sondertarifen) eine Mitgliedschaft an. Mitglieder kommen kostenlos ins Museum und genießen weitere exklusive Vorzüge. Ein Highlight des Museums ist das Museumsgebäude selbst. Es stellt eine riesige Spirale dar und wurde bis 2009 renoviert.

GuggenheimMuseum

“Guggenheim, New York” von amaianos unter der CC Lizenz

Metropolitan Museum of Art MET

http://www.metmuseum.org/

Was es ist:

Das MET gehört zu den größten Kunstmuseen der Welt. Es wurde 1870 gegründet und zeigt Ausstellungsstücke aus der gesamten Kultur der Menschheitsgeschichte. Mittlerweile hat es über fünf Millionen Besucher jährlich. Geheimtipp: Auf der Dachterrasse hat man eine tolle Aussicht über den Central Park!

Was es kostet:

Bei den Preisen handelt es sich um unverbindliche Vorschläge des Museums, sie sind daher auf freiwilliger Basis!

Erwachsene: 20$
Schüler und Studenten: 10$
Senioren ab 65: 15$
Kinder bis 12: Freier Eintritt

Was es sonst noch zu wissen gibt:

Das MET bietet ständig wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen. Darüber hinaus bietet es eine Mitgliedschaft (ab 50$ aufwärts) mit besonderen Vorteilen an.

MET Metropolitan Museum of Art

“New York – Metropolitan Museum of Art” von Alotor unter der CC Lizenz

Eine Firma in den USA gründen – so geht´s!

New York hat mich in seinen Bann gezogen, und ich habe mich entschieden, hier zu bleiben. Als USA Korrespondent und Social Media Berater backe ich kleine und große Brötchen. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, wie man sich hier eine Existenz aufbauen kann.

Ich werde die nächsten Monate hier verschiedene Interviews mit ausgewanderten Deutschen publizieren, die es geschafft haben und den „American Dream“ leben. Doch dazu später mehr.

Viele Leute, die sich selbstständig machen wollen, gehen den Weg des geringsten Widerstandes und beginnen einfach mal als „sole proprietor“. Ich habe eine Firma gegründet, eine sogenannte LLC – Limited Liability Corporation. Der Vorteil dabei ist, dass man nicht mit seinem Privatvermögen haftet und attraktive steuerliche Vergünstigungen erhält. Dafür bedarf es einmalig einer Investition – deren Höhe abhängig ist vom jeweiligen Standort.

Wie gründet man nun seine eigene Firma?

  1. Als Einstieg empfehle ich, einen kostenlosen online Kurs zu machen unter http://www.myownbusiness.org. Da kann man die eigene Geschäftsidee hinterfragen, das Business Modell challengen und sich überlegen, wie der Rubel ins Rollen gebracht werden soll.
  2. Das Kleingedruckte – vor der Registrierung sollte man sich im Internet schlaumachen. Trotz allem Enthusiasmus ist eine saubere Planung entscheidend. Ich hatte zum Beispiel übersehen, dass man hier in New York nach der Gründung noch ein Inserat in der Zeitung schalten muss. Was zwischen 500 und 1500 Dollar kostet, je nachdem in welchem Bezirk man die Firma angemeldet hat …
  3. Um Rat fragen – Webseiten wie http://www.allbusiness.com oder verschiedene Foren wie zum Beispiel das www.amerika-forum.de oder hier bei American Dream sind gute Anlaufstellen, um mit Leuten zu sprechen, die bereits ihre Erfahrungen gemacht haben.
  4. Firma registrieren – ich habe einen Online Dienst genutzt, welcher einem für ein paar hundert Dollar die ganze Arbeit abnimmt. In der Regel sind aber die lokalen Behörden sehr hilfreich, was dann mit etwas mehr Aufwand verbunden ist, aber natürlich auch weniger kostet (abgesehen von den Gebühren, die man natürlich dem Staat bezahlen muss).
  5. Wie eine Firma denken – was sind private Ausgaben, was sind geschäftliche? Ein Gespräch mit einem Steuerberater schafft Klarheit. Dann auf zur Bank und ein Geschäftskonto beantragen, Visitenkarten kaufen, Webseite aufsetzen, das neue Geschäft bewerben etc.

Die bekanntesten Anbieter, um eine Firmengründung online in die Wege zu leiten, sind die folgenden:

Nun bleibt mir nur noch eins zu sagen: Viel Erfolg mit Ihrem eigenen Business!

Meine verrückte Mitbewohnerin – ein Intermezzo der besonderen Art…

„Ich wusste es! Sie ist wirklich crazy und hat eine bipolare Persönlichkeitsstörung. Und schluckt noch Valium und Amphetamine.“ Ich verstand nur Bahnhof. Doch meine Kollegin Adriana ist angehende Ärztin, sie muss es wissen. „Ich gehe gleich zum Hausmeister, damit er das Schloss austauscht.“, verkündete sie.

Machen wir eine kurze Rückblende. Seit ich in New York bin, lebe ich zur Untermiete mit Medizinstudenten. Das ist praktisch, weil ich mich mit meinen 2 Koffern Gepäck schon ins gemachte Nest legen kann – ich muss mir keine Möbel und Haushaltsutensilien anschaffen.

Aktuell bin ich in einer Wohngemeinschaft dreier Medizinstudentinnen, die im letzten Studienjahr sind. Die Ladies sind dauernd unterwegs und bewerben sich querbeet in den USA um einen Platz zum Praktizieren, meist bin ich allein und kann in aller Ruhe meine Projekte vorwärtspeitschen. So habe ich anfangs Dezember 2009 das Zimmer von Carolina übernommen, während Adriana für die Vermietung ihres Domizils Lynette ausgewählt hat. Falsch gewählt.

Ich habe Lynette bei meinem Einzug getroffen und wir haben ein bisschen Small Talk gemacht. Nicht unsympathisch, vielleicht etwas nervös und fahrig. Dann war sie auch schon wieder weg – auf dem Weg nach Miami. Das war das Letzte was ich von ihr gehört habe. Ein paar Tage später meldete sich Adriana, ich sollte ihr doch Bescheid geben, wenn ihre Untermieterin wieder im Haus sei – sie habe immer noch den Wohnungsschlüssel, noch keine Miete bezahlt und reagiere auch nicht auf Anrufe und Emails. Und vom Vormieter hätte sie einen Spiegel geklaut.

Lynette tauchte nicht wieder auf, hinterließ uns aber ein Schlachtfeld in ihren Zimmer, ein Set an brandneuen Lautsprechern, weitere Elektronikartikel sowie eine Schimmelkultur im Kühlschrank. Nun ist das Zimmer wieder in bester Ordnung und wartet auf den nächsten Besucher – dieses Mal geht alles glatt, mein Bruderherz macht seine Aufwartung. Und den geklauten Spiegel werden wir auch wieder dem rechtmäßigen Besitzer übergeben.

P.S.: Ich liebe meine Aussicht :-) .

EmpireStateBuilding

Jetzt heisst es Hosen runterlassen – “No pants day” in New York

Dieses Wochenende liessen die New Yorker ihre Hüllen fallen. Unter dem Motto „No Pants! Subway Ride“ haben Tausende ihre Hosen in der U-Bahn runter gelassen. Diese Aktion aus New York ist vor 9 Jahren entstanden und hat nun in über 40 Städten neue Anhänger gefunden. Auf der Facebook Event Seite haben sich mehr als 8700 Leute angemeldet, 1500+ Fotos und 40 Videos sind das Resultat.

Dieses Jahr gibt es die Aktion erstmals auch in Deutschland. In Berlin haben sich rund 100 Teilnehmer angemeldet, um ihre nackten Beine in der Bahn zur Schau zu stellen. Sinn des Ganzen? Unsinn. Wie die New Yorker Erfinder Improv Everywhere explizit auf der Homepage schreiben, geht es darum, Menschen zum Lachen zu bringen – und nicht darum, jemanden zu verärgern. Daher wird auch von Tangas abgeraten und zu freundlichem Verhalten aufgefordert.

Ansonsten hieß die Devise: Sich nichts anmerken lassen. Ein Buch oder Laptop auf den Schoß, eine Pudelmütze auf dem Kopf und nur reagieren, wenn man von anderen angesprochen wird. Ein wenig schauspielerisches Talent und der Hang zum Exhibitionismus sind dabei durchaus von Vorteil. Mitmachen konnte jeder, der sich berufen fühlte.

In Berlin fand noch eine weitere Flashmob Aktion statt: Kurzfristig rief die Piratenpartei dazu auf, unter anderem am Flughafen Tegel die Hüllen fallen zu lassen. Diese Aktion hatte aber im Gegensatz zur „No Pants! Subway Ride“ – Aktion einen politischen Inhalt: So sollte gegen den Einsatz von Nacktscannern demonstriert werden.

Es gab dieses Wochenende also genug Anlass, auch in der Öffentlichkeit die Hosen runter zu lassen – und viel zu sehen gab es dementsprechend auch. Wer es dennoch verpasst hat, kann sich mit folgenden Videos auf Youtube nachträglich noch amüsieren. Die Frage lautet nun: was hat der Herr Stuber am Sonntag Nachmittag gemacht? Das sei an dieser Stelle aber nicht verraten…


Steuern – ein notwendiges Übel, auch für Greencard Inhaber (die noch nicht in den USA leben!)

Als Greencard Inhaber profitiert man von einigen Vorteilen: die unkomplizierte Einreise, die Niederlassung in den USA (ohne die bisherige Staatsbürgerschaft zu verlieren) und natürlich Leben und Arbeiten im Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“.

Doch um eine unbequeme Sache kommen auch Greencard-Holder nicht herum: Steuern zahlen! Insbesondere wer als Greencard Inhaber nicht in den USA lebt, muss doppelt moppeln und sowohl im Heimatland wie auch in den USA eine Steuererklärung einreichen.

Das kenne ich bestens, insbesondere weil ich das im ersten Jahr mit meiner Greencard nicht so ganz optimal – sprich gar nicht – gemacht habe. Meine Steuerberaterin konnte das dann glücklicherweise wieder hinbiegen…

Schauen wir uns deshalb das Thema Steuern ein bisschen genauer an, im Folgenden die wichtigsten Eckpunkte, was man als Greencard Inhaber beachten muss (alle Informationen ohne Gewähr, nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert).

Welcher „Alien“-Typ sind Sie?

Ein sogenannter „Resident Alien“, also ein Greencard-Inhaber, der dauerhaft in den USA lebt, muss für alle Einkünfte aus dem In- und Ausland Einkommenssteuer („income tax“) zahlen.

Sollte der Greencard-Inhaber nur temporär in den USA leben, muss er lediglich die dort erwirtschafteten Einkünfte versteuern. Dieser Umstand ist einem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA zu verdanken.

Welche Einkommenssteuer wird an wen gezahlt?

Die Bundeseinkommenssteuer („federal income tax“) wird von der Bundessteuerbehörde (Internal Revenue Service IRS) erhoben. Weiter haben die meisten Bundesstaaten auch eine Einkommenssteuer („state income tax“), die jedoch geringer ist. Auch Städte erheben teilweise eine Einkommenssteuer „on top“.

Wenn Sie die erste Steuerklärung abgeben müssen, ist es in der Regel ratsam, sich Unterstützung eines Steuerberaters zu holen. Eine Liste mit in Deutschland ansässigen Steuerberatern findet sich hier auf der Website der diplomatischen Vertretung der USA.

Wo muss ich was bis wann abgeben?

Die Formulare für die Steuerklärung gibt es unter www.irs.gov hier.  Auch wenn Sie einem Steuerberater die Arbeit mit ihrer Steuererklärung überlassen, sollten Sie sich mit den grundlegenden Anforderungen beschäftigen. Die IRS hat dafür einen Alien-Guide (pdf) zusammengestellt.

Die Termine für die komplett ausgefüllten Steuerunterlagen sind:

  • Amerikanische Staatsbürger, die in den USA leben:  16.April
  • Amerikanische Staatsbürger, die außerhalb den USA leben: 15. Juni
    (Zudem sollten Sie auf der ersten Seite „Residing outside the United States“ notieren“).
  • Ausländer, die im Ausland leben, aber amerikanisches Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit beziehen: bis zum 16.April
  • Ausländer, die im Ausland leben, und die kein amerikanisches Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit beziehen: bis zum 15.Juni

Eine Fristverlängerung kann beantragt werden. Dies bedeutet aber nicht, dass der Fälligkeitstermin der Steuerschuldzahlung nach hinten verschoben wird! Die Zahlung der erwarteten Steuerlast muss beim IRS bis zum 16.April eintreffen.

Die Steuerschuld muss in US-Dollars und per Scheck oder Überweisung beglichen werden. Verordnungen des Finanzamtes fordern, dass Beträge direkt beim Zahlungseingang zum derzeitigen Wechselkurs umgerechnet werden. Da es keinen offiziellen Wechselkurs gibt, kann der durchschnittliche Wechselkurs eines Jahres genutzt werden, um das Einkommen umzurechnen.

Die Steuerklärung muss an folgende Adresse gesandt werden:

Internal Revenue Service Center, Austin, TX 73301-0215, USA

Wurden bisher zu viele Steuern abgeführt, erhalten Sie eine Steuerrückerstattung vom IRS einen Scheck, andernfalls müssen Sie einen Schecken mitschicken, der die Reststeuerschuld begleicht.

Wann muss ich überhaupt eine Steuerklärung abgeben?

-          Generell gilt: Jeder amerikanische Staatsbürger oder Ausländer mit gültigem, unbegrenztem Aufenthaltsrecht ist zur Abgabe einer Steuerklärung verpflichtet, wenn das Einkommen über einer Mindestgrenze liegt.

-          „Ich habe als amerikanischer Staatsbürger ausländisches Einkommen, aber kein amerikanisches.“ Als amerikanischer Staatsbürger ist das „Welteinkommen“ in einer Steuerklärung zu beziffern. Sollten Sie bereits in einem anderen Land Einkommenssteuer gezahlt haben, ist unter Umständen eine Anrechnung möglich. Informationen hierzu sind in der Publikation 514 zu finden.

-          „Als amerikanischer Staatsbürger verfüge ich nur über ein geringes Einkommen.“

Ob die Abgabe einer Steuerklärung notwendig ist, ist aus der „Filing Status“-Liste des jeweiligen Jahres ersichtlich. Diese finden Sie für das jeweilige Jahr auf der Internetseite des IRS (und auf Deutsch hier).

Sollten Sie in Deutschland leben und Fragen bezüglich der Steuererklärung haben, hilft die Außenstelle des IRS in Frankfurt weiter:

U.S. Internal Revenue Service
US-Generalkonsulat Frankfurt
Gießener Str. 30
60435 Frankfurt am Main
Tel: +49 69 7535-3834
Fax: +49 69 7535-3803

IRS.Frankfurt@irs.gov

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