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Archive for November, 2009

Interview mit Singer und Songwriter Rob Holub: „Die Schweiz war zu klein, in New York wartet die ganze Welt!“

Sonntag, November 29th, 2009

Menschen sind spannend, insbesondere wenn sie eine Geschichte zu erzählen haben. Wie Rob. Er kommt aus derselben Ecke in der Schweiz wie ich, über den Weg gelaufen sind wir uns aber erst hier in New York.

Rob in the city

Rob Holub ist Schweizer mit tschechischen Wurzeln, und seit jeher haben ihn Sprache und Musik fasziniert und inspiriert. Als 6 jähriger Knirps lernte er Klavier zu spielen, übte immer fleißig und realisierte als 16 Jähriger seine erste Studioproduktion als Sänger und Komponist.

Karriere oder Leidenschaft?

Nebst seiner großen Musik-Leidenschaft absolvierte er einen zweisprachigem Hochschulabschluss in Kommunikationswissenschaften. Dann kam der Tag der Entscheidung, und Rob verzichtete auf eine steile Karriere in der Medienbranche und wählte den steinigen Weg des Künstlers, welcher ihn im 2007 in die Musikmetropole New York City brachte.

Hier verfolgt er seither seinen Jugendtraum, mit seiner Musik als Sänger, Songwriter und Pianist die Welt zu bewegen. Wenn ich solche Geschichten höre, will ich mehr wissen – und habe Rob um ein Interview gebeten.

Aber zuerst solltet ihr ein Ohr riskieren mit dem Song „Pick me up“!

Reto: Rob, Du arbeitest im Big Apple und verfolgst mit viel Engagement Deine Singer-Songwriter Karriere. Was hat Dich nach New York geführt, seit wann lebst Du hier – und bleibst Du uns noch eine Weile erhalten?

Rob: Ich bin im Sommer 2007 nach New York gezogen, wobei mich u.a. der Mythos der Stadt gereizt hat. Viele Leute kommen hierher um sich ihre Träume zu erfüllen, oder versuchen dies zumindest. Die Stadt lebt nach wie vor vom Mythos, dass man es hier von ganz unten nach ganz oben schaffen kann. Vom Tellerwäscher zum Millionär halt.

Für mich ist New York vor allem als Weltstadt und Schmelztiegel der Kunstszenen interessant. Der „American Dream“ drückt hier sicher nach wie vor durch. Es ist aber nicht nur toll und einfach, New York ist ein hartes Pflaster. Ich habe jedoch noch einiges vor hier, irgendwie macht die Stadt ja auch süchtig…

Rob on the run

Reto: Ja, das mit dem süchtig machen kann ich bestätigen. Wie war der Start in dieser Mega-Metropole vor 2 Jahren für Dich, hast Du rasch Anschluss gefunden und Dich eingelebt, gab es Probleme?

Rob: Ich habe mich relativ rasch “zu Hause” gefühlt und mir ein Netzwerk von Leuten aufgebaut. Jedoch ist alles sehr schnelllebig in New York und es braucht einige Zeit, bis man z.B. “richtige Freunde” um sich hat. Gerade am Anfang bedarf es an Proaktivität der Neuankommenden.

Man muss die Stadt so richtig aufsaugen, ja schon fast attackieren. Sie wartet auf keinen. Die Menschen hier sind aber grundsätzlich sehr offen, zugänglich und freundlich. Das gefällt mir. Wir Deutschschweizer sind da schon etwas “vorsichtiger”. New York ist jedoch ein spezieller Ort und hat Einflüsse aus vielen Kulturen dieser Erde.

Reto: Wenn Du das Musikbusiness mit der Heimat vergleichst: Wo siehst Du die Unterschiede?

Rob: Der Musikmarkt in der Schweiz ist rein schon von den geografischen Gegebenheiten her überschaubar. Entsprechend sind die Möglichkeiten in der Branche Fuß zu fassen geringer – es gibt ganz einfach weniger Plattformen.

In New York kann man praktisch jeden Tag anderswo auftreten, auch wenn man damit nicht unbedingt viel Geld verdienen wird. Was das Musikbusiness per se betrifft, so hat es sich durch das Internet in den letzten Jahren extrem verändert. Die Zeiten der Popsternchen sind eher vorbei – Indie Musik wächst dafür umso stärker.

Reto: Musik ist Deine Leidenschaft. Welche Vorteile hast Du hier in New York gegenüber deiner Heimat, ergeben sich auch Nachteile hier im Big Apple?

Rob: Ein klarer Vorteil sind die vielen Bars, Klubs und Konzerthallen, welche aufstrebenden Künstlern eine Plattform für Liveauftritte bieten. Ebenfalls trifft man hier auf die ganz Großen, welche es international geschafft haben. Von denen gibt es einiges zu lernen.

Die Konkurrenz ist einfach riesig, der Markt übersättigt – das kann sich als Hürde herausstellen, denn hier kommen die talentiertesten Künstler der Welt zusammen.

Rob on the mic

Reto: Was sind Deine musikalischen Einflüsse, wie entsteht bei Dir ein neuer Song?

Rob: Meine Musik reflektiert einen soulig-melancholischen Stil, wobei Elemente von Pop, Rock, R&B und französischen Chansons wiederzuerkennen sind. Das Piano ist mein Instrument. Ich schreibe jeden Tag, über das Leben und die Menschen. Ein “guter Song” entsteht jedoch meistens nur dann, wenn ich emotional bewegt bin, aus welchem Grund auch immer. In spätestens 2 Jahren sollte mein Debüt-Album erschienen sein, und dann würde ich gerne mal auf eine internationale Tour.

Reto: Ok, und zum Schluss noch eine Story aus dem Nähkästchen geplaudert: Was war der lustigste Moment, den Du beim Performen erlebt hast?

Rob: Da kommt mir eines meiner ersten Konzerte in New York in den Sinn. Es war grad Weihnachtszeit und ich hatte eine Weihnachtsmann-Mütze auf dem Kopf und bewarf das Publikum mit Schweizer Schokolade nach jedem Song – und die Zuschauer hatten jede Menge Spass!

Reto: Rob, thanks a lot – and keep up the good work! Hier der Song “Sitting on this chair”, und wer mehr will kann hier die CD kaufen!

Website: www.robholubmusic.com
MySpace: www.myspace.com/robholubmusic

Rob on the piano

Speeddating im Selbstversuch – die ganze Wahrheit, und nichts als diese

Montag, November 23rd, 2009

Habe mir das Ausgangsprogramm angeschaut, an einem Freitagabend hat New York einiges zu bieten. Ich habe mich für ein Erlebnis der besonderen Art entschieden: Speeddating in New York City. Aus rein wissenschaftlichen Gründen natürlich, haha.

In der Mausefalle

Ernsthaft, ich als Schweizer allein in New York bin neugierig auf die Menschen hier, und als Immigrant erscheint mir Networking als wichtiger Faktor, um hier Fuß zu fassen. Außerdem hatte ich Lust, dieses Konzept live zu erleben, und wenn sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden lässt …

Um 18 Uhr lief ich los, Richtung Broadway, wo das Spektakel stattfinden soll. Nachdem ich gemerkt hatte dass Broadway und West Broadway zwei verschiedene Straßen sind, kam ich auch ganz pünktlich im Cupping Room an. Dort war die halbe Bar schon von Männern belagert, die wie von der Katze belauerte Mäuse ausschauten. Das kann ja heiter werden, die weiblichen Wesen ließen sich auf jeden Fall noch nicht blicken, resp. waren gerade äußerst ausgiebig mit ihren Blackberrys und iPhones beschäftigt. Ich war mir nicht mehr sicher, ob das eine gute Idee gewesen war, hierher zu kommen …

Der Typ neben mir an der Bar gönnte sich etwas Starkes, ich fragte ihn, ob er auch am Event teilnehme. Heute nicht, aber er hätte das Mal gemacht – mit mäßigem Erfolg. Nun bimmelte die Glocke und die Truppe trottete wie ein Haufen Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank davon.

Einfache Regeln, komplexe Strategien

Die Regeln des Speeddating: die Damen setzen sich an einen Tisch, die Herren wechseln alle 5 Minuten beim Schellen der Glocke den Platz – schätzungsweise 15 “Dates” gab es an diesem Abend. Jede(r) notiert sich seine Top 3 Favoriten auf einer Karte, und wenn es einen Match gibt werden die Kontaktdaten durch den Veranstalter am nächsten Tag per E-Mail versandt. Darauf basierend kann dann richtig gedatet werden.

Das Geschlechterverhältnis war recht ausgeglichen, die Teilnehmenden hatten sich herausgeputzt und sahen attraktiv aus, alle zwischen 20 und 30 Jahre alt. Nun gilt es also ernst. Die meisten waren noch etwas verkrampft und steif zu Beginn. Doch dann wurde die Runde rasch lockerer, und es machte Spass, in ein paar Minuten ein anregendes Gespräch zu entwickeln und die eigene Menschenkenntnis auf den Prüfstand zu stellen.

Schnatter, schnatter

Die Girls kamen übrigens ALLESAMT in Gruppen an den Event. In der Pause waren sie eifrig am Tuscheln und damit beschäftigt, ihren Freundinnen die neusten News am Telefon durchzugeben. Lustig. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Gefallen fanden alle daran. Die Ladies sahen das als einmaliges „Experience“ an, und auch die Jungs waren locker und hatten begriffen, dass man mehr Spass hat, wenn man das nicht als Konkurrenzkampf angeht, sondern einfach als „Having a good time“ ansieht – was es de facto auch war.

Als der Spass gegen 10 Uhr offiziell zu Ende ging, hatte bereits eine Liveband begonnen aufzuspielen. Ruby, Beagy, Matt und ich blieben noch bis lange nach Mitternacht sitzen und diskutierten über Gott und die Welt, wie man das am Freitagabend mit seinen Leuten zu tun pflegt. Ein paar Tage darauf erhielt ich dann die Kontaktdaten meiner „Matches“ per E-Mail zugestellt, doch dazu ein andermal mehr ;-) .

Top 5 Tipps: Wie man für unter 50$ in New York, LA, Las Vegas, San Francisco etc. übernachtet

Mittwoch, November 18th, 2009

Preise von 299$ pro Übernachtung in einem Hotel in New York sind keine Seltenheit. Nur leider gehören die Zeitgenossen, die sich das leisten können, einer Minderheit an. Doch in den amerikanischen Grossstädten kann man auch mit weniger Geld durchkommen!

Ich werde oft gefragt, ob ich denn eine tolle Unterkunft zu einem zahlbaren Preis kenne. Natürlich kann man nicht erwarten, für ein paar kleine grüne Scheine eine Luxusherberge zu erhalten. Doch wer eine gesunde Portion Neugier mitbringt und mit einer Luftmatratze oder einer Couch zufrieden ist, der lernt die amerikanische Gastfreundschaft von einer neuen Seite kennen.

Hier ist meine Top 5 Liste, wie man von kostenlos über fast gratis bis hin zu echten Schnäppchen eine Übernachtung findet.

Roomorama

www.roomorama.com

Roomorama hat mir mein erstes Domizil in New York vermittelt, bei Andres. Der wollte gerade auf Europareise, und ich zog für ein paar Wochen in seine Bleibe. Nach seiner Rückkehr haben wir uns noch ein paar mal getroffen und Gedanken ausgetauscht, aktuell ist er gerade in Kolumbien bei seiner Familie für eine oder zwei Weilen.

Roomorama ist also hier der Vermittler von Unterkünften und verwaltet auch das Geld. Der Vermieter kann dieses erst einfordern, wenn er den “Geheimcode” vom Untermieter weiss, somit ist das Risiko sehr gering. Abzuraten ist von vorgängigen Geldüberweisungen ausserhalb Roomorama’s Plattform.

Airbnb

www.airbnb.com

Das “Luftmatratzen Bed and Breakfast” verfolgt ein ähnliches Konzept wie Roomorama.

    Couchsurfing

www.couchsurfing.com

Couchsurfing ist optimal für Globetrotter ohne Knete. Privatpersonen bieten dabei ihren Couch an, im Austausch gegen eine spannende Story, ein feines Essen, etwas Mithilfe im Haushalt – oder einfach so, um neue Leute kenne zu lernen. Ein Bewertungssystem hilft dabei allen Beteiligten, sich auf das Gegenüber einstellen zu können.

    Hospitality Club

www.hospitalityclub.org

Ähnliches Konzept wie Couchsurfing.

    New York 50

www.newyork50.com

Dies ist ein Bonus für New York Besucher: New York 50 hilft dabei, weniger für ein Hotelzimmer auszugeben und statt dessen mehr Shoppingreserven zu haben.

Habt ihr weitere Tipps?

Die Botschaft sagt klar: Das weiße Haus liegt falsch

Donnerstag, November 12th, 2009

Thanksgiving steht vor der Türe. Das Erntedankfest gehört in den USA zu den wichtigsten Fixpunkten in der Agenda, um sich mit der Familie zu treffen. Dabei wird querbeet über den Kontinent geflogen, die Straßen verstopft und hemmungslos geschlemmt.

Auch ich werde die Zeit mit der Familie meiner Freundin verbringen. Diese wohnen in der Nähe von Washington DC, nach amerikanischen Verhältnissen ein bisschen weiter als ein Katzensprung von New York entfernt. Wir werden das GPS satteln, unsere Kutsche in Bewegung setzen und 10 Tage lang das weiße Haus und Umgebung unsicher machen.

Wobei, das mit dem weißen Haus wird wohl nichts. Schuld daran ist die Schweizer Botschaft. Oder vielleicht auch die Amerikaner. So genau kann ich das nicht eruieren, fast wie bei politischen Ränkelspielen wird der Schwarze Peter herumgeschoben.

Auf der Webseite des weißen Haus heißt es, dass man sich einen Monat im Voraus bei der eigenen Botschaft melden soll, um ein Ticket zu beantragen. Gesagt, getan. Nach einer Woche ohne Reaktion frage ich nach. Die Botschaft meldet sich ruckzuck in schönster Beamten-Manier: Dafür sei man nicht zuständig.

Stattdessen verweist sie auf die Internetseite des „White House“, auf welcher immer noch steht, sich mit der Botschaft in Verbindung zu setzen. Auf meine Intervention hin ist die Antwort eindeutig: Das weiße Haus liegt falsch, musst Du selber schauen…

Apfelkuchen Schlaraffenland – wer bäckt die beste paradiesische Versuchung seit die Eva den Adam verführte?

Freitag, November 6th, 2009

Es war einmal, vor langer, langer Zeit …
Der Mensch, manchmal ganz clever und doch unfähig bis in die Zehenspitzen, wenn man wieder einmal die Meldungen in den Nachrichten anschaut. Doch vor etwa 5000 Jahren wurde bei den Ägyptern und Griechen der Grundstein zum Backen gelegt, und die Kunst wurde weiter verfeinert.

Wenn Eva ihren Adam noch mit einem reinen Apfel bezirzte, so kommen heute weit ausgefeiltere Techniken bei dem alljährlichen Apfelkuchen-Wettbewerbsbacken bei Enids in New York zum Tragen!

Süsse Versuchung

Süsse Versuchung

Apfelkuchen Massaker bei Enids
Mein bessere Hälfte und ich verzichteten darauf, einen eigenen Kuchen einzureichen – die Konkurrenz war brutal. Doch unsere Freunde Sarah und Jamie ließen sich dadurch nicht beirren und vollbrachten wahre Zauberkunststücke in der Küche. Wie es sich für uns als auserwählte „Cheerleader“ Truppe gehört, ließen wir uns deshalb das Spektakel des bereits zum 7. Mal in Folge stattfindenden „Pie Contest“ nicht entgehen.

Jamie und Sarah beim Degustieren

Jamie und Sarah beim Degustieren

Als wir bei der Enids Bar in Greenpoint, Brooklyn, eintrafen war diese bereits proppenvoll von ambitionierten Hobbybäckern und vielen hungrigen Mäulern – und auch die Durstigen waren vertreten.

Apfelkuchen Schlaraffenland

Apfelkuchen Schlaraffenland

Party People in Enids Bar

Party People in Enids Bar

Doch wir kamen gerade rechtzeitig, die Vorrunde war beendet, die Jury hatte sich ein Urteil gebildet und krönte die Finalisten!

Experten Jury

Experten Jury

Unsere Hobbybäcker waren zwar nach der Vorrunde weiter gekommen, zu einer Auszeichnung hat es dieses mal nicht gereicht. Doch unsere Bewunderung war ihnen sicher, vor allem als wir dann die Apfelkuchen verspachteln durften, yummy!

Die Kuchen wurden mehr oder weniger fachmännisch zerlegt, manche glichen eher einem Schlachtfeld. Doch das wichtigste war: jeder wurde satt.

Second place is the first loser…
Die Moral von der Geschichte: Amerikaner lieben den Wettbewerb. Auszeichnungen, Awards, Medaillen und Zertifikate gehören schon seit frühster Kindheit dazu. Da ist es kein Wunder, dass die „Königin des Apfelkuchenbackens“ ein Krönchen erhält und dieses zu Hause stolz aufstellen wird.

And the winner is...

And the winner is...

Hauptpreise - Backutensilien und Krönchen

Hauptpreise - Backutensilien und Krönchen

Mr. Burnes wird Bürgermeister von New York!

Dienstag, November 3rd, 2009

The Simpsons, die amerikanischen Vorstadthelden in Strumpfhosen

Wer sich wie ich geflissentlich die Simpsons Zeichentrickserie reinzieht, der wird sich ob des gesellschaftskritischen Spiegels über die Lage der amerikanischen Nation hoffentlich schon mal beim Lachen verschluckt haben.

Treffgenau wird dabei im Städtchen Springfield der Finger auf die Wunden gehalten, so zielsicher dass viele gar nicht merken, dass es eigentlich wehtut. Dies soll nun keine Schmähtirade auf mein geliebtes Amerika werden, im Gegenteil! Doch wer die rosarote Brille ablegt, der weiß, dass es hier einiges zu tun gibt!

Mister Burns regiert New York – again!

Doch machen wir einen Brückenschlag aus dem fiktiven Springfield ins reale New York. Der Bösewicht aus der Serie, Mister Burns, wurde heute zum dritten Mal in Folge als Bürgermeister der Megametropole bestätigt.

Mister Burns? Nun, so war der amtierende Bürgermeister Michael Bloomberg auf Plakaten und im Internet präsentiert worden. Ich habe Mike zu Beginn der Wahlveranstaltungen getroffen, an einem Event – hier das Video dazu, und mein damaliger Beitrag:

Bloomberg  vs. Thompson – das Spiel ist entschieden

Er scheute sich nicht davor, an die große Glocke zu hängen, was er alles für die Stadt getan hat. Und nahm auch kein Blatt vor den Mund, was der Kontrahent Bill Thompson alles verbockt habe. Natürlich ist das alles PR-Schlammschlacht, auf die wir nicht näher eingehen.

Ich bin gut, Du bist es nicht - Hochglanzschlagabtausch

Ich bin gut, Du bist es nicht - Hochglanzschlagabtausch

Auch die Unterstützung von „ER-wird-es-schon-richten“ Übervater Obama nützte Thompson schlussendlich nicht, um den begehrten Posten für sich zu gewinnen. Für mich eindrücklich ist der Schlagabtausch, den man sich hier liefert. Ohne Netz und doppelten Boden wird immer feste drauf gehauen, und wer am meisten Puste hat macht das Rennen. Bloomberg hat offenbar 10x mal mehr davon im Sack als sein Herausforderer.

Obama und Thompson - dieses mal hat es nicht gerreicht

Obama und Thompson - dieses mal hat es nicht gereicht

Bloomberg hat übrigens eine bewegte Geschichte hinter sich. Als langjähriger Demokrat ist er zu den Republikanern übergelaufen, um dann beim nächsten Streich als Parteiloser ins Rennen zu steigen. Sein Vermögen (er gehört zu den 10 reichsten US-Amerikanern und ist der reichste New Yorker) hat er mit dem Finanzsoftware-Unternehmen Bloomberg L.P. erarbeitet, und so kann er auch für einen symbolischen Dollar Gehalt pro Jahr die City regieren.

Herzliche Gratulation, Mister Burns, ehhh… Bloomberg!

Wie alles begann… Der Tag als die Bombe einschlug

Montag, November 2nd, 2009

Der Weg sei das Ziel, und meiner führte mich aus der Schweiz in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die Vereinigten Staaten von Amerika. Nachdem ich in New York am Wurzeln schlagen bin, sehen wir in diesem Beitrag wie es dazu kam.

“When a man journeys into a far country, he must be prepared to forget many of the things he has learned, and to acquire such customs that are inherent with existence in the new land; he must abandon the old ideals and the old gods, and oftentimes he must reverse the very codes by which his conduct has hitherto been shaped.” Zitat aus Jack London’s Buch “In a Far Country”. Wie wahr.

Kollege Müller fixte mich irgendwann um die Jahrtausendwende mit einer Country Musik CD und seinen Schwärmereien über die USA an. Ich machte einige Zeit später an der Greencard Verlosung der amerikanischen Regierung mit, ohne große Hintergedanken.

Eines Abends, als ich gerade mit meiner Lerngruppe im Nachdiplomstudium über einer Fallstudie brütete, klingelte ein E-Mail mich aus den Gedanken: „Sie haben eine Greencard gewonnen“, verkündete es verheißungsvoll. Kein Scherz, das Mail kam von The American Dream! Nachdem ich mich gefasst hatte, entschied ich rasch, den Prozess zum Erhalt derselben zu durchlaufen – was hatte ich zu verlieren? Ich erzählte aber keiner Menschenseele davon, sondern wollte zuerst sicher sein, dass das auch alles klappt.

Follow your dreams!

Follow your dreams!

Die Greencard ermöglicht mir, in den USA zu leben und zu arbeiten, resp. nach 5 Jahren die amerikanische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Und ich wollte meinen Horizont schon immer mit einer Auslanderfahrung erweitern! Doch bevor ich an die begehrte Karte rankam, musste zuerst eine detaillierte Übersicht zu meinen bisherigen “Aktivitäten” (Schule, Ausbildung, Job, …) eingesandt werden.

Dann hieß es beim Onkel Doktor zum Knieklopfen antraben, Röntgenbilder machen sowie verschiedene Tests absolvieren. Der Doc attestierte mir eine gute Gesundheit und ich wurde auf die Botschaft in Bern zum Interview eingeladen.

Dabei wurde es ernst, doch das ist in Bälde einen eigenen Beitrag wert!



evden eve nakliyat evden eve nakliyat is plani ornegi